LOGISTIK express Newsportal

Aircargoclub Deutschland: Luftfracht-Chartergenehmigungen müssen schneller werden

Aircargoclub Deutschland: Luftfracht-Chartergenehmigungen müssen schneller werden

Aircargoclub Deutschland: Luftfracht-Chartergenehmigungen müssen schneller werden
April 18
16:49 2017
image_pdfimage_print

Deutsche Regionalflughäfen bieten Potenziale für das Frachtgeschäft – vor allem bei Charterflügen – denn sie können im Gegensatz zu den großen Drehscheiben häufig mit größerer Flexibilität und dediziertem Service punkten. Dennoch werden die meisten Frachtströme in Deutschland immer noch an den großen Standorten, abgefertigt. Die Vor- und Nachteile erörterten Luftfrachtexperten auf einer Podiumsdiskussion des Aircargo Clubs Deutschland (ACD) am Dienstag in Frankfurt am Main.

Die deutsche Luftfrachtbranche leidet unter den im internationalen Vergleich teils langwierigen Genehmigungsprozessen für Ein- und Ausflüge von Ad-hoc-Frachtchartern. Hierbei hat das Luftfahrtbundesamt aufgrund der geltenden Gesetzeslage zunächst zu prüfen, ob es keine entsprechenden Transportofferten deutscher Anbieter gibt. Dies kann mehrere Tage dauern. In den benachbarten BeNeLux-Staaten werden indes Anträge für Eilfrachtcharterflüge binnen Stunden genehmigt – und die Verkehre daher häufig von dort abgewickelt. Ein großes Geschäft, dass der deutschen Volkswirtschaft schlichtweg verloren geht.

Im Gegensatz zu den Hubs sind die Verfahren für die Charterflüge bei den deutschen Regionalflughäfen häufig besser planbar. Michael Roll, Verkaufsleiter Deutschland beim Flugzeugcharterspezialisten Chapman Freeborn, stellt bei der ACD-Podiumsdiskussion die Leistungsfähigkeit kleinerer Standorte heraus: „Regionalflughäfen werden für unser Frachtchartergeschäft immer wichtiger. Abseits der großen Hubs können wir flexibler, schneller und effizienter arbeiten.“

Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV: „Auch für die Regionalflughäfen sind Frachtcharter ein lohnendes Geschäft. Luftfracht ist eine attraktive Nische und bereits heute sind vielerorts die entsprechenden Voraussetzungen vorhanden.“

„Auch wir wollen in Zukunft das Luftfrachtgeschäft noch weiter ausbauen“, sagt Klaus Marx, Vice President Sales and Marketing am Flughafen Paderborn-Lippstadt. Allerdings könne eine solche Entwicklung nicht über Nacht vollzogen werden. Flughäfen müssten kundenorientiert, flexibel und verlässlich handeln, um sich am Markt neben den großen Playern etablieren zu können.

„Für die Zukunft der deutschen Luftfrachtbranche ist es wichtig, verkehrsrechtliche Einschränkungen und zeitintensive Genehmigungsverfahren gut zu managen. Wir freuen uns darüber, dass auch die Behörden diese Herausforderungen erkennen. Jetzt sind aber auch Taten erforderlich!“, konstatiert ACD-Präsident Mathias Jakobi. „Mit Blick auf disruptive Transportverfahren müssen wir anpassungsfähig sein – besonders für die letzte Meile der Warenzustellung. Mit der Neuregelung für Drohnenflüge durch das Verkehrsministerium wurde für die kommerzielle Nutzung dieser Technologie eine Regulierungsgrundlage geschaffen. Es ist davon auszugehen, dass bereits sehr bald auch größere Packstücke mit Drohnen versendet werden.“

Kontakt mit dem Autor aufnehmen

Presseservice

Pressemeldungen können Sie über den Presseservice-Upload sowie übers Login unverbindlich einreichen. Für Top-Platzierungen buchen Sie unser Exklusives Presseservice. Der Presseservice-Newsletter erscheint wöchentlich und informiert fachlich, sachlich, aktuell.

Translater

Vorleseservice

Das integrierte Vorleseservice erleichtert den Informationsalltag und startet per Klick. |

b2b.logistik-express.com

verzeichnis.logistik-express.com

Werbefenster

Newsletter Presseservice

Kategorien

Archive

Juni 2017
M D M D F S S
« Mai    
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

TWITTER

Händlerbund Watch-Blog

Bestes Produkt – LogiMAT 2017

eCommerce Logistik-Day

    Über 55.000 Papierbögen gespart – Papierloses Büro bei STERAC

Über 55.000 Papierbögen gespart – Papierloses Büro bei STERAC

den ganzen Artikel lesen