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TGW verleiht Ersatzteillogistik neuen Schwung

Veränderte Leistungsanforderungen, neue Logistikprozesse, Zukunftssicherung und das optimale Kosten-Nutzen-Verhältnis standen für den Ersatzteilspezialisten Prillinger GmbH hinter der Entscheidung für die Modernisierung der über 10 Jahre alten Intralogistiklösung von TGW. Die Modernisierung des automatisierten Intralogistiksystems stellte dabei höchste Anforderungen an alle Projektbeteiligten.

 
Die Logistiklösung von Prillinger ist seit 1997 in Betrieb und konnte durch die Modernisierung deutlich leistungsfähiger gemacht werden.
 

Die Regalbediengeräte des Kleinteilelagers wurden komplett modernisiert.


Prillinger-Geschäftsführer Franz Edlbauer verfügt nach der Modernisierung über eine de facto neuwertige Anlage.


Werner Weißböck ist bei TGW für Modernisierungsfragen zuständig.
Seit über 50 Jahren ist das Familienunternehmen Prillinger aus Wels, Österreich, als Partner in der Landtechnik-Branche aktiv und versorgt den Landtechnik-Fachhandel sowie Landtechnik-Reparaturwerkstätten mit Ersatz- und Verschleißteilen. Über 45.000 Artikel stehen im Lager in Wels zur Verfügung und werden von hier aus im Nachtsprung an rund 3.000 Kunden in Österreich und den umliegenden Ländern versendet.
 
Um seinen Kunden eine hohe Logistikqualität zu sichern, investierte Prillinger 1997 in ein vollautomatisches Kleinteilelager von TGW mit ca. 9.500 Behälterstellplätzen und daran angebundene Ware-zum-Mann-Kommissionierplätze. Mittlerweile haben sich die Anforderungen an die in die Jahre gekommene Intralogistiklösung deutlich erhöht. „Wir mussten unsere Prozesse beschleunigen, mehr Teile ins AKL bringen und gleichzeitig die Lebensdauer der seit 12 Jahren intensiv genutzten Anlage deutlich verlängern“, erläutert Franz Edlbauer, Geschäftsführender Gesellschafter der Prillinger GmbH.
 
Laufenden Betrieb weitestgehend ungestört lassen
Der ebenfalls im österreichischen Wels beheimatete Logistik-Generalunternehmer TGW entwickelte gemeinsam mit dem Kunden Prillinger ein Modernisierungsszenario, das sämtliche Anforderungen erfüllte, den laufenden Betrieb weitestgehend ungestört ließ und die Anlage für weitere 10 Betriebsjahre fit machte. In diesem Konzept enthalten war die komplette Ablöse der bisherigen Steuerung auf Simatic S5 Basis durch eine S7 Steuerung, ein Austausch der Software für die Materialflusssteuerung, die Integration in ein neues Host-System sowie die Generalsanierung der bestehenden Mustang-Regalbediengeräte von TGW.
 
Die gesamte Modernisierung musste so eingetaktet werden, dass der Betrieb bei Prillinger weitestgehend unbeeinträchtigt blieb. Daher wurde kurz vor Weihnachten begonnen und der Fertigstellungstermin inklusive Einführung des neuen Host-Systems mit Mitte Januar 2010 festgelegt, wodurch die Weihnachtsferien voll zur Modernisierung des Lagersystems genutzt werden konnten. „Wir haben uns dazu entschieden, die drei Wochen mit der schwächsten Auslastung des Jahres für die Modernisierung zu nutzen“, erzählt Edlbauer. „In dieser Zeit hielten wir die 1.000 wichtigsten Artikel aus dem AKL vorübergehend in einem Handlager bereit, um trotz Umbau die Lieferfähigkeit so hoch wie möglich zu halten.“
 
Frühzeitige Schulung für reibungslosen Produktivstart
Bereits vor den tatsächlichen Modernisierungsarbeiten beim Kunden wurde von TGW die gesamte Materialflusssteuerung inklusive der Schnittstellen zum neuen Host-System auf einem Testsystem installiert und getestet. „Bereits Anfang Dezember konnten wir die Mitarbeiter von Prillinger im Umgang mit der neuen Materialflusssteuerung und den wesentlich benutzerfreundlicheren Bedienmasken intensiv schulen“, sagt Werner Weißböck, bei TGW verantwortlich für Modernisierungen. „Dadurch war das Team von Prillinger zum Nutzungsbeginn im Januar bereits weitgehend mit den neuen Abläufen und Masken vertraut, wodurch ein reibungsloser Produktivstart möglich wurde.“ Außerdem konnte durch die Tests vorab die Inbetriebnahme im Echtsystem wesentlich verkürzt werden.
 
Perfektes Timing der Modernisierungsarbeiten
Im Zuge der Modernisierung der Regalbediengeräte wurden alle relevanten alten Komponenten, die komplette Steuerung inklusive Schaltschrank, Verkabelung und Sensoren ausgetauscht und das Gerät wieder neu in Betrieb genommen. Eine höchst präzise Planung und Einhaltung der Termine auf Stundenbasis ist absolut notwendig, um derartige Projekte fristgerecht abschließen zu können. „Die Umbauarbeiten waren von TGW perfekt organisiert“, bestätigt auch Franz Edlbauer. „Während der gesamten Modernisierungsarbeiten waren unsererseits auch erfreulich wenige Ressourcen gebunden. Nur unsere Logistikleiterin, der IT-Leiter und ein Anlagenbetreuer waren intensiver eingebunden.“
 
Bei der Modernisierung der Lastaufnahmemittel setzt TGW auf einen Komplettaustausch des Gerätes, wodurch die Arbeiten um rund 50 % schneller durchzuführen sind. Dadurch minimiert sich der Anlagenstillstand. Außerdem ist damit der enorme Vorteil verbunden, ein neues Lastaufnahmemittel im Einsatz zu haben, das bereits vor der Montage vom Hersteller komplett vorinbetriebgenommen und getestet wurde.
 
Komplettablöse der S5 durch S7-Steuerung
„Die Zukunftssicherung ist ein wesentlicher Grund für Anlagenmodernisierungen. Der Umstieg auf die S7-Steuerung bringt für Prillinger deutliche Vorteile, weil dadurch auch langfristig gesichert werden kann, dass Steuerungskomponenten verfügbar sind“, sagt Werner Weißböck von TGW. Die gesamte Steuerung wurde daher mit Komponenten der neuesten Generation ausgerüstet. Im Zuge der Steuerungsmodernisierung wurde auch ein Profi-Bus-System installiert und dadurch die Datenkommunikation in der Anlage auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.
Zur Steigerung der Prozessgeschwindigkeit setzte Prillinger auf die Ablösung der bisherigen Materialflusssteuerung durch CI_LOG von TGW. CI_LOG bietet wesentlich mehr Funktionen und ermöglicht es Prillinger jetzt, andere Lagerstrategien als bisher mit optimierter Zonen-Klassifizierung im Lager zu realisieren. „Durch die neue Software können wir mehr Teile im Lager verwalten, weil wir die vorhandenen Behälter in kleinere Einheiten unterteilen können“, erläutert Franz Edlbauer. Und Werner Weißböck ergänzt: „Zusätzlich zur ABC-Klassifizierung haben wir im neuen System auch eine redundante Verteilung der Artikel auf die vorhandenen Lagergassen umgesetzt. Dadurch wird auch im Störungsfall die Verfügbarkeit der Artikel sichergestellt.“
 
Deutliche Leistungssteigerung erreicht
Durch die Umsetzung des gesamten, für Prillinger maßgeschneiderten Modernisierungskonzepts konnte eine deutliche Leistungssteigerung erzielt werden. „Wir erreichen heute um fast 35 % mehr Zugriffe auf die Artikel im AKL als vor der Modernisierung“, freut sich Franz Edlbauer. Diese Leistungssteigerung wurde vor allem durch die neue Materialflusssteuerung CI_LOG ermöglicht. Mit einer Anlagenverfügbarkeit von 98,5 % steht diese Leistung auch permanent und langfristig zur Verfügung.
 
„De facto haben wir jetzt wieder eine neuwertige Anlage mit einer entsprechenden Lebensdauererwartung von 10 bis 15 Jahren“, sagt Franz Edlbauer zufrieden. Für die nächsten Jahre wird die Servicequalität von Prillinger damit gesichert sein. „Ich bin froh, dass wir uns für die Modernisierung entschieden haben, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns sehr gut ist und das Projekt von TGW äußerst professionell abgewickelt wurde.“
 
 
TGW Logistics Group
Die TGW Logistics Group ist ein integriertes Lösungsnetzwerk. Seit 1969 realisiert das Unternehmen unterschiedlichste innerbetriebliche Logistiklösungen, von kleinen Fördertechnik-Anwendungen bis zu komplexen Logistikzentren. Die Unternehmen der TGW Logistics Group können auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückblicken. Mit mittlerweile rund 1.100 Mitarbeitern weltweit realisiert die Gruppe Logistiklösungen für die führenden Unternehmen in unterschiedlichen Branchen. Dadurch erzielte die TGW Logistics Group im Wirtschaftsjahr 2008/09 Umsatzerlöse von € 259 Mio.


TGW Logistics Group GmbH
A-4600 Wels, Collmannstraße 2
T: +43.(0)7242.486-0
F: +43.(0)7242.486-31

Pressekontakt:
Michael Etlinger
T: +43.(0)7242.486-1382
M: +43.(0)664.8187423
Eingestellt von Markus Jaklitsch am 13.07.2010
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