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Nachhaltiges Handeln in der Logistikbranche

Nachhaltiges Handeln in der Logistikbranche

Nachhaltiges Handeln in der Logistikbranche
Juli 16
16:44 2015

Das übergreifende Ziel der Logistikbranche ist mittlerweile eine effiziente, ressourcenschonende und kostengünstige Gewährleistung von Warenströmen. Denn seit einiger Zeit hat der Aspekt der Nachhaltigkeit auch in dieser Branche einen immer größeren Stellenwert. Dieser Trend wird auch als Green Logistics bezeichnet und beschreibt damit das umweltbewusste Handeln in der Branche.

Folgender Text informiert über diese Strömung sowie über die Optimierungsbereiche, die damit verbunden sind. Denn es geht nicht nur um den Transport und die Ausstattung, sondern auch um Planung, Immobilie, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing sowie die Intralogistik. All diese Bereiche verbinden sich schließlich zu einem Nachhaltigkeitskonzept, dessen Relevanz in der heutigen Welt sukzessive anwächst. Report.at berichtet von den neuen Anforderungen, die an die Unternehmen gestellt werden, denn während andere Bereiche der Europäischen Union ihre Klimaziele erreichen und die CO2-Emissionen permanent senken (seit 1990 um 11,4 Prozent), sieht es im Transportsektor eher düster aus. Hier hat der Ausstoß zugenommen und das, obwohl die fossilen Energieformen zunehmend kostspieliger werden, die Unternehmen also einem gewissen Handlungsdruck unterworfen sind und es durchaus Firmen gibt, die den Verbrauch reduzieren.

1. Definition: Green Logistics
Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Im Grunde beschreibt er das Ziel, alle logistischen Prozesse in einem Unternehmen so ressourceneffizient und nachhaltig wie möglich zu gestalten. Anhand verschiedener Handlungsmaßnahmen und Optimierungsbereiche soll allerdings nicht nur die ökologische, sondern auch die ökonomische Effizienz berücksichtigt werden. Es geht also mittel- bis langfristig darum, einen wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Betrieb zu implementieren, der dennoch effizient arbeiten kann. Um diese Ziele tatsächlich zu erreichen, sind unterschiedliche Handlungsbereiche der Branche zu reformieren.

2. Auswirkungen der Logistik auf die Umwelt
Nachhaltiges Handeln in der Logistikbranche Grafik 1Die Logistik ist ein wichtiger Grund für den europaweiten Wohlstand. Handels- und Transportwege werden zuverlässig gemeistert und stehen daher auch für eine globale Wirtschaftsvernetzung. Diesen Stellenwert hat die Logistik nun also auch in Hinblick auf eine ökologisch nachhaltige Wirtschaft, deren Ziel unter anderem eine regelmäßige Verringerung des Ausstoßes von CO2 darstellt. Die meisten Emissionen der Logistikaktivitäten gehen vom Straßengüterverkehr aus. Aber auch die Seefracht sowie die Logistikgebäude sind hier zu nennen und werden deshalb im folgenden Kapitel der Optimierungsbereiche näher beschrieben. Die Bedeutung ist zusätzlich anhand diverser Veranstaltungen, wie etwa am Wiener Logistik Tag, zu erkennen. Wien.gv.at berichtet von der Infoveranstaltung, die sich vorwiegend mit einer ökologischen Logistik mit Hilfe des Güterverkehrs in den Städten befasst. Das öffentliche Interesse und die Erkenntnis der Notwendigkeit sind also durchaus vorhanden.

3. Optimierungsbereiche
Die grüne Logistik teilt sich in unterschiedliche Bereiche auf, deren Kombination schließlich für den langfristigen Erfolg der Branche stehen.

Nachhaltiges Handeln in der Logistikbranche Bild 1

Seefracht hat geringere Treibhausgasemission als der Straßengüterverkehr. Pixabay © PublicDomainPictures

a. Transport
Aspekte, wie etwa alternative Antriebstechnologien oder regenerative Kraftstoffe, stehen hier im Fokus, genauso wie die ökoeffiziente Tourenplanung, die sich auf die optimale Organisation von Routen unter ökonomischen sowie ökologischen Gesichtspunkten bezieht. Eine Verlagerung auf umweltfreundliche Transportwege ist ebenfalls eine Form, mit welcher die Logistikindustrie ihren CO2-Haushalt rapide senken kann. Darüber hinaus stehen Fahrerschulungen im Vordergrund, denn durch eine passende Fahrweise lässt sich nicht nur der Kraftstoffverbraucht erheblich reduzieren, sondern auch die Ökonomie des Unternehmens profitiert davon.

b. Grüne Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
Ein weiterer Optimierungsbereich ist die Öffentlichkeitsarbeit der Unternehmen. Das beginnt bei der richtigen Werbung für die nachhaltige Firmenphilosophie und endet bei der klimafreundlichen Produktion von Werbematerial. Die Menschen stellen sich häufig die Frage, ob sie lieber ein günstiges oder ein ökologisches Unternehmen wählen sollten. Durch die richtige PR-Arbeit können Kunden von der Nachhaltigkeit und dem Umweltbewusstsein überzeugt werden. Glaubhaft wirkt das jedoch nur, wenn auch diese Werbemittel unter ökologischen Gesichtspunkten gefertigt werden. Ein wichtiger Aspekt ist also die klimaneutrale Herstellung von Werbematerial. Wie dieses Beispiel zeigt, gibt es inzwischen Firmen, welche sich auf diese Art der Produktion spezialisiert haben. Neue Techniken ermöglichen das klimaneutrale Drucken. Broschüren und Infomaterial über die nachhaltige Arbeit kann auf diese Weise umweltfreundlich gefertigt werden. Die Druckereien verwenden wenig Alkohol sowie ausschließlich Biowaschmittel, um ökologische Arbeitsabläufe zu gewährleisten. Es wirkt wenig Glaubwürdig, wenn Logistikunternehmen für eine nachhaltige Arbeit werben, diese Maßnahmen den eigenen ökologischen Fußabdruck jedoch erheblich vergrößern.

c. Planung und Strategie
Hier handelt es sich um ein effizientes Flottenmanagement sowie um eine ökologische Gebietsaufteilung. So soll die Zustellquote erhöht werden, denn die Emissionen, die durch den Verkehr entstehen, sind auf diese Weise zu senken. Zu ergänzen ist auch die optimale Ausnutzung der vorhandenen Kapazitäten. Mit Hilfe einesökologischen Netzwerkmanagements soll die Auslastung der Transporte besser koordiniert werden, schließlich nutzen ein Großteil der Fahrzeuge nicht die gesamte, zur Verfügung stehende Fläche, was dazu führt, dass unnötige Fahrten absolviert werden.

d. Immobilie
Umweltfreundliche Immobilien werden ebenfalls immer wichtiger. Ein positives Beispiel ist das UnternehmenPenske, welches seine Immobilie durch insgesamt 788 Solarmodule bestückt hat, um auf diese Weise den eigenen Verbrauch zu reduzieren und darüber hinaus überschüssige Energie in den externen Stromkreislauf einzuspeisen. Insgesamt ist so ein jährlicher Gewinn von 230.000 kWh  möglich. Zur Veranschaulichung: Das besagte Gebäude verbraucht 300.000 kWh, entsprechend ist es möglich, fast den gesamten Verbrauch dadurch abzudecken.

e. Intralogistik
Ein letzter Aspekt, der die Nachhaltigkeit in einem solchen Unternehmen fördert, ist die Intralogistik, welche effiziente Fördertechniken, eine nachhaltige Produktverpackung sowie die Vermeidung von Leerlaufverbrauch beinhaltet.

Nachhaltiges Handeln in der Logistikbranche Bild 2

Der Flughafen Stuttgart wurde ausgezeichnet für seine nachhaltige Logistik Pixabay ©

4. Positive Beispiele
Die Möglichkeiten und Herausforderungen sind also vielfältig. Viele Unternehmen haben bereits begonnen, ihre Arbeitsweise dem nachhaltigen Trend anzupassen. Dies ist erkennbar anhand von Auszeichnung und Preisen. So berichtet das Industriemagazin.at, dass etwa die DPD Austria bei der Hermes Gala für die nachhaltige Arbeit geehrt wurde. „Als Unternehmen in der transportintensiven Logistikbranche haben wir eine besondere Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft. Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Teil unserer Unternehmenskultur.“ Damit bestätigte Rainer Schwarz, der Geschäftsführer von DPD Austria die Ziele und Leitlinien der großen Logistikunternehmen, denn auch der Flughafen Stuttgart wurde mit einem Nachhaltigkeitspreis Logistik ausgezeichnet. Der Konzern fügt sich damit nahtlos in eine Reihe von Firmen, die zuvor bereits geehrt wurden, was erneut das Bewusstsein der Umwelt gegenüber bekräftigt.

Quelle: Redaktion

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