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Rail Cargo Group setzt auf Expansion

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Rail Cargo Group setzt auf Expansion

Rail Cargo Group setzt auf Expansion
März 02
14:53 2017
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Die Rail Cargo Group will mit neuen Produkten, Investitionen und Innovationen expandieren. Das hat sich der neue RCG-Vorstandssprecher Clemens Först vorgenommen.

Seit Anfang 2017 steht auf der Kommandobrücke des ÖBB-Güterkonzerns Rail Cargo Group mit Clemens Först ein neuer oberster Weichensteller in Sachen Güterverkehr. Der promovierte Chemiker und Physiker ist nach einem Ausflug als Produktionsvorstandsmitglied bei DB Cargo in Deutschland wieder zu seinen früheren Arbeitgeber ÖBB zurückgekehrt und verantwortet gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Erik Regter und Ferdinand Schmidt künftig die Fahrtrichtung des ÖBB-Güterverkehrs. Wobei Schmidt nicht mehr lange an Bord bleiben wird, er legt Ende Mai dieses Jahres „auf eigenen Wunsch“ sein Vorstandsmandat zurück, wie dieser Tage bekannt wurde. Zurückgekommen in die bekannte Job-Umgebung ist Först, weil man ihm ein „wertschätzendes Angebot“ gemacht habe.

Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Blickt Först auf das vergangene Jahr der RCG zurück, so war es kein leichtes, wie er einräumt. Mit leicht über Vorjahresniveau liegenden rund  30 Mrd. Tonnenkilometern Transportleistung bekam die RCG die Konkurrenz durch den Lkw bzw. des Straßengüterverkehrs nicht zuletzt wegen des niedrigen Dieselpreises massiv zu spüren. Für den alten neuen Vorstandsboss gibt es aber keinen Grund zur Unruhe.  „Wir haben 2016 zwar nicht die Planvorgaben erreicht, aber trotzdem mit einem zufriedenstellenden, positiven operativen Ergebnis im zweistelligen Bereich abgeschlossen“, so sein Resümee. Zufrieden deshalb, weil man im Vergleich zu anderen Bahnen in Europa gut unterwegs gewesen sei – trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Das wird auch von ÖBB-Holding-Chef Andreas Matthä bestätigt: Im Güterverkehr seien 2016 zwar die transportierten Mengen gestiegen, aber nicht der Umsatz.  Matthä: „Die goldenen Zeiten im Güterverkehr sind vorbei. Wir stehen unter einem hohen Margendruck, dem wir mit Ausweitung unseres Geschäfts begegnen müssen.“ Die ÖBB bieten jedoch mit ihrem Tochterunternehmen, der ungarischen Rail Cargo Hungaria ein „Drehkreuz Österreich-Ungarn“ an und bauen die Transportangebote weiter aus.

Zwar steht der Schienengüterverkehr in ganz Europa unter Druck, weil die Grundstoffindustrie abgebaut und Kohlekraftwerke zugesperrt werden, aber dafür steigt durch die Arbeitsteiligkeit der Wirtschaft der Containerverkehr sehr stark. Darauf bauen die ÖBB.

Perspektive 2025
Först wird an der RCG-Spitze keine Revolution herbeiführen, vielmehr geht es ihm um die Fortsetzung der bisherigen RCG-Strategie, nämlich den Konzern zu einem Bahnlogistikdienstleister mit europäischer Ausrichtung zu formieren. „Was bisher gemacht worden ist, ist und war richtig, jetzt geht es darum weiter zu optimieren und neue Geschäftsmodelle mit  langfristiger Perspektive Richtung 2025 zu entwickeln.“ Dabei stehen sowohl Westeuropa als auch Osteuropa im Mittelpunkt. Nicht nur Güter auf der Schiene von A nach B zu transportieren wollen die ÖBB ihren Kunden anbieten, sondern ein umfassendes Leistungsangebot, bei dem der Schienentransport ein Teil davon ist. Derzeit wird die Strategie an die bevorstehenden Herausforderungen angepasst, die Digitalisierung, 3D-Druck, Industrie 4.0 etc. heißen. „Digitalisierung ist nicht Selbstzweck, sondern wir müssen damit direkt oder indirekt einen Kundennutzen generieren“, sagt Först und setzt nach: „ Wir müssen uns fragen, ob wir neue Geschäftsmodelle entwickeln müssen, ausreichend innovativ sind und die richtigen Dienstleistungen anbieten.“

RCG bleibt dabei: Ganzzug und Einzelwagen
Mit einem Optimierungsprogramm soll die Fahrt in die Zukunft gelingen: Bessere Produktivität und  Auslastung der Ressourcen, Innovationsmanagement sind Beispiele für die Optimierung. RCG hat im eigenen Haus den Rail Cargo Operator als eigene Produktionseinheit für das Fahren von Zügen auf europäischen Korridoren. Der Shuttle-Verkehr zwischen Antwerpen und Linz ist ein Beispiel dafür. Dieser Zug ist eigenen Angaben zufolge gut ausgelastet und rollt derzeit drei Mal wöchentlich, ab März wird auf vier Abfahrten aufgestockt. Was RCG tun muss, ist auf der Kundenseite investieren und versuchen von der Straße Volumen zu gewinnen – anstatt zwischen den Bahnen die Konkurrenzfront zu eröffnen, um Volumen für die Schiene zu gewinnen. In Österreich ist RCG nur einer der Player am Markt, er ist zwar der größte, doch es gibt mehr als 33 Bahngesellschaften, die in Österreich am Transportvolumen buhlen. Sie stürzen sich auf das lukrative Ganzzug-Geschäft und weniger auf Einzelwagenverkehre in die entlegenen Ecken von Österreich. Diese sind nicht nur produktionstechnisch aufwendig sondern auch sehr kostenintensiv. Für die Kunden der RCG hat Först dennoch die klare Botschaft parat: Die ÖBB bleiben in der Fläche präsent und werden auch einzelne Güterwagen zu ihren Kunden auf Nebenstrecken transportieren. RCG gehört zu den wenigen Bahngesellschaften in Europa, die noch einen klassischen Einzelwagenverkehr anbieten. Und das soll auch trotz konzerninterner Optimierungen und Rationalisierungsmaßnahmen in Zukunft so bleiben.

Hoffnungsmarkt intermodaler Verkehr
Um Ladung von der Straße auf die Schiene zu locken reichen Ganzzüge für verlagerungswillige Verlader nicht aus. Einzelwagen, Wagengruppen, intermodale und vielfältige individualisierte Lösungen wollen die Kunden von der Bahn bekommen. Först: „Wir müssen den Bedarf der Verlader erkennen und ihnen ein Angebot machen“. Der intermodale Verkehr Schiene, Straße und Schiff gilt daher als Hoffnungsmarkt für die RCG. Rail Cargo Operator will in den kommenden Jahren kräftig expandieren, wobei ein Zuwachs im zweistelligen Prozentbereich drin sein müsste, so die Markteinschätzung. In den nächsten Monaten definiert RCG ein Zielnetz, in dem Wirtschaftszentren und Terminals aufscheinen, die RCG künftig mit Zügen miteinander verbinden will. Was den Kunden zugutekommen wird, wie Först betont.

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