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Wenn’s dringend ist…

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November 01
14:33 2016

Österreichs Post kommt mit einer „Haustürlösung“ auf den Markt. Der Paketversand und -empfang auf der B2C-Schiene wird noch bequemer.

Der Online-Handel boomt und die Österreichische Post will sich davon ein noch größeres Stück vom heimischen Marktkuchen abschneiden. Schätzungen zufolge wächst der österreichische E-Commerce-Markt in den kommenden Jahren um rund zehn Prozent pro Jahr. Interessant dabei ist, dass der stationäre Handel vom Online-Handel profitiert und alle Kanäle immer stärker nutzt. Größer werden soll der Marktanteil der Post mit einer neuen sogenannten Haustürlösung.

Box oder Sack mit RFID-Chip
Dahinter ist eine stabile Empfangsbox und alternativ ein reiß- und schnittfester Empfangssack zu verstehen, der im Türrahmen aufgestellt und mit dem Türstock sicher verankert wird. Die Befestigung mit der Türerfolgt über eine spezielle Haltelösung. Zugriff haben nur Postmitarbeiter und der Empfänger, der diese Box bei der Post kaufen kann.

Was die Box oder der Sack kostet, steht noch nicht fest. Jedenfalls sollen im Hinblick auf das kommende Weihnachtsgeschäft ausreichend Boxen und Säcke zur Verfügung stehen, damit die Postkunden ihre Warenlieferungen bequem in Empfang nehmen können, versichert Peter Umundum, Vorstand Logistik bei der Österreichischen Post. Das Öffnen und Schließen von Box oder Sack erfolgt mittels RFID-Chip. Beide neue Behältnisse sind patentiert und die Empfänger können sie auch für Retoursendungen verwenden. Nach einer Umfrage steht fest: 81 Prozent der Befragten halten die Haustürlösung für interessant bis sehr interessant. 70 Prozent der Befragten würden mit einer Haustürlösung mehr online bestellen und sich Waren liefern lassen. Beim Pilotversuch kam auch heraus, dass sich 87 Prozent der Befragten vorstellen können, eine Box oder einen Sack zu kaufen. Das Potenzial für die Behälter ist vielversprechend.  Rund 80 Prozent aller der üblichen Paketgrößen passen in die neuen Behälter.

Kofferraum-Zustellung im Pilotversuch
Umundum hat noch eine weitere Logistik-Neuigkeit auf Lager: Handwerker oder Monteure benötigen auf Baustellen oder bei Wartungs- und Reparaturarbeiten die notwendigen Werkzeuge griffbereit im Firmenfahrzeug. Nichts spricht dagegen dieses oder andere per Post herbeikommende Pakete direkt in den Kofferraum der Fahrzeuge zuzustellen. „Hier sehen wir ein ideales Anwendungsgebiet für die Kofferraum-Zustellung“, so Umundum. Gemeinsam mit den Unternehmen ÖAG, Frauenthal Service, Muggenhummer Energiesysteme und T-Systems wurde im Raum Linz ein Pilotversuch durchgeführt, der die Machbarkeit und Potenziale der Baustellenbelieferung in den Kofferraum auslotete.

Die Zustellung erfolgt so: Der Kunde bestellt Teile bei einem Zulieferer. Dieser avisiert der Post eine Kofferraumzustellung. Am Tag der Auslieferung kann der Zusteller mittels App die genaue Position des Fahrzeugs orten und durch ein hochsicheres Identifikations- und Berechtigungssystem von T-Systems den Kofferraum entriegeln und das Paket in das Fahrzeug legen.

Marktpotenzial „Wenn’s frisch bleiben soll…“

Ein kontinuierlich wachsendes Geschäft ist die Lebensmittellogistik. „Wir haben bereits 20.000 spezielle Frischhalteboxen, mit denen wir die Lebensmittel für Pfeiffer, aber auch seit kurzem für  die Rewe-Gruppe im B2C- und B2B-Bereich frei Haus zustellen“, betont Umundum.  Bis Ende dieses Jahres dürften es 60.000 Lebensmittelzustellungen werden, was im Vergleich zu den 80 Mio. jährlich beförderten  Post-Paketen vergleichsweise wenig ist, „aber für uns ein interessantes Marktpotenzial darstellt“, ergänzt der Manager. Die Mehrkosten halten sich in Grenzen, zumal die Lebensmittelboxen im Paket-System mitgenommen werden und daher nur die Beschaffungskosten für die Boxen anfallen.

Paketmarkt Deutschland-Österreich-Türkei
Der Schock nach der Scheidung der Deutschen Post von der österreichischen vor einem Jahr ist überstanden und Umundum resümiert: „Wir haben aufgrund dieser Tatsache unsere Produktionsprozesse in Deutschland neu gestaltet. Gleichzeitig haben wir unseren Vertrieb deutschlandweit von Bonn aus verstärkt und unsere Kundenerkennen, dass wir viel in die Qualität und in direkte Kundenbeziehungen investieren.“ Die Abholung bei den deutschen Online-Händlern wird direkt von der Österreichischen Post abgewickelt und die Pakete kommen dann direkt in die Post-Verteilzentren in Österreich.

Ordentlich beschäftigt sind Umundum und Postchef Georg Pölzl derzeit mit der Partnerschaft mit Aras Kargo in der Türkei. An diesem Logistik-Dienstleister halten die österreichischen Postler 25 Prozent der Firmenanteile und wollen diesen Anteil auf 75 Prozent aufstocken, wie das vertraglich als Option von Anfang an vereinbart worden ist. Das will nicht so recht gelingen, weil sich die türkischen Mehrheitseigentümer dagegen stemmen, zum Teil mit unseriös anmutenden Methoden und lancieren Medienkampagnen. Umundum dazu: „Wir halten an bestehenden Verträgen fest und wollen unsere Unternehmensanteile an der türkischen Aras Kargo wie in der Call Option vereinbart aufstocken.“

Faktum ist: Der türkische Paketmarkt bietet ein chancenreiches Umfeld mit hohem Wachstumspotenzial. Aus diesem Grund ist Österreichs Post im Jahr 2013 bei Aras Kargo eingestiegen und daher sei es auch nach wie vor das Ziel, die vertraglich vereinbarten weiteren 50 Prozent an Aras Kargo zu erwerben. Wenn sich die türkische Seite weiterhin querstellt, könnte die Post ein internationales Schiedsgericht anrufen. „Wir setzen weiterhin auf eine Lösung am Verhandlungstisch“, betont Umundum.

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Heft LE-4-2016

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