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Wie der Einkauf die Spreu vom Weizen trennt

Wie der Einkauf die Spreu vom Weizen trennt

Wie der Einkauf die Spreu vom Weizen trennt
November 01
15:39 2016

Das Österreichische Einkaufsforum 2016 des BMÖ am 29. und 30. September 2016 zeigte deutlich, welche Herausforderungen „Einkauf 4.0“ für Unternehmen bedeutet – und wie man damit umgeht, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

Dass der strategische Einkauf maßgeblich am Erfolg eines Unternehmens beteiligt ist, hat sich mittlerweile bereits vermehrt herumgesprochen. Trotzdem hat der Einkäufer in vielen Firmen noch immer nicht den Stellenwert, den er sich wünschen würde – auch wenn der BMÖ, Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich, seit Jahren fleißig am positiven Image arbeitet. Zu seiner jährlichen Hauptveranstaltung lud der Verband wie gewohnt namhafte Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft, Praxis und Theorie, um gemeinsam den Status Quo zu analysieren und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Im prächtigen großen Festsaal im Wiener Haus der Industrie wachte Kaisers Franz Josef über die Themen, die zu seinen Lebzeiten keiner zu träumen gewagt hätte. Denn als er vor genau 100 Jahren starb, veröffentlichte zwar Albert Einstein gerade seine Relativitätstheorie, aber bei „Big Data“ dachte er wohl eher an die Briefe seiner Frau Elisabeth, als an die Datenfülle, die mit der modernen Logistik und dem Supply Chain Management bereits alltäglich geworden ist. Die Themen der Fachvorträge und parallelen Expertenforen waren durchaus vielfältig, die Auswahl, zu welchem der Tische man sich setzen sollte, viel sichtlich schwer. Von Herausforderungen durch Migration über Transparenz und Datensicherheit im internationalen Datentransfer, Qualifikation und Änderungsbedarf in der Ausbildung bis hin zu Risk-Management und Digitaler Wertschöpfungskette war bei dem bunten und kurzweiligen Programm für jeden etwas dabei.

Wissenschaft trifft Praxis
Ein besonderer Leckerbissen war das Expertenpanel am ersten Veranstaltungstag, moderiert vom geschäftsführenden Vorstand des BMÖ, Dkfm. Heinz Pechek. Einer der Schwerpunkte in dem Gespräch war Industrie 4.0 und „Losgröße 1“. Prof. Dr.-Ing. Elmar Bräkling von der Hochschule Koblenz machte deutlich, dass die Notwendigkeit, Losgröße 1 zu industrialisierbaren Kosten zum Kunden zu bringen, von der jeweiligen Nische abhängt – denn während beispielsweise eine Knochenprothese eine durchgängig flexible Fertigung voraussetzt, ist das bei DVD-Playern unnötig. „Wie schnell und intensiv man sich mit Industrie 4.0 beschäftigen muss, bestimmt der Markt“, meint er. Prof. Dr. Wilfried Sihn, Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH und Institutsvorstaqnd an der TU Wien, sah das etwas anders: „Die ganze Welt arbeitet bereits an der Integration 4.0, da ist rasches Handeln oberste Pflicht.“ Das Erfassen und Auswerten von Massendaten – Big Data – um daraus in Echtzeit Mehrwert für die Kunden zu generieren, das sei das Gebot der Stunde. Als Beispiel für die durch Digitalisierung beschleunigten Prozesse nannte SihnPokemon GO, das in nur 14 Tagen 50 Millionen Nutzer erreichen konnte. Das Radio hat dafür 38 Jahre gebraucht. „Daten sind das Öl der Zukunft“, meinte er. Übrigens warnt Sihn vor falschen Hoffnungen: „Wer vor der Einführung von Industrie 4.0 in seine Unternehmensprozesse schlecht war, ist danach immer noch schlecht.“ Man sieht es nur schneller. Einen wichtigen Punkt gab auch Prof. Dr. Lisa Fröhlich von der Cologne Business School (CBS) zu bedenken: „Wie kann ich Lieferanten davon überzeugen, dass ich ein interessanter Wertschöpfungspartner auf Augenhöhe bin?“, lautete für sie die Frage, die vor allem der Einkauf beantworten muss – denn dieser wird auch in Zukunft eine strategische Kernfunktion im Unternehmen bleiben. Mehr noch: „Der Einkauf managt die gesamte Supply Chain.“ Das sah auch Prof. Dr.-Ing. Andreas R. Voegele von der Hochschule Esslingen und BME-Bundesvorstand so. „Nachhaltigkeit, Ökologie und Digitalisierung sind die aktuellen Megatrends. Wenn die SC-Manager diese nicht vorantreiben, dann geht es nicht. Dazu brauchen wir stabile Netze und Datensicherheit, einen Performance-Push durch den Menschen 4.0.“ Die Big-Data und Smart-Data Kompetenz und das Etablieren von Entwicklungspartnerschaften werden seiner Meinung nach über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens bestimmen.

Preisverleihung
Der Höhepunkt des ersten Veranstaltungstages war wie gewohnt die abendliche Verleihung des „Austrian Supply Excellence & Einkauf 4.0 Award 2016“. In diesem Jahr durften sich die A1 Telekom Austria AG, die voestalpine AG, Magna Steyr Fahrzeugtechnik und die Zumtobel Group AG über Auszeichnungen für herausragende Beschaffungs- und Logistiklösungen freuen.

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Heft LE-4-2016

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