Bahnlogistik: Bremen nimmt 56 Mio. EUR-Projekt in Angriff
Am 24. April ist mit dem offiziellen Spatenstich ein zentrales Infrastrukturprojekt für die Bremischen Häfen in Bremerhaven angelaufen: der Ausbau und die umfassende Modernisierung des Hafenbahnhofs Speckenbüttel.
Rund 56 Mio. EUR fließen dort in zusätzliche Gleiskapazitäten, moderne Leit- und Sicherungstechnik sowie die Digitalisierung der Anlagen. Das soll den Schienengüterverkehr nachhaltig stärken und den Hafen noch leistungsfähiger an das Hinterland anbinden.
Im Mittelpunkt des aktuellen Projekts steht die nächste Erweiterung des Bahnhofsteils Speckenbüttel. Dort entsteht eine neue Vorstellanlage mit sieben zusätzlichen, jeweils rund 740 Meter langen Gleisen. Diese werden künftig für die Abfertigung von Container-, Automobil- und Militärtransporten genutzt und ermöglichen unter anderem eine deutlich effizientere Zugbildung sowie Zwischenabstellung.
Die neuen Schienen sind vollständig elektrifiziert und mit moderner Infrastruktur ausgestattet, darunter Bremsprobeanlagen, Weichenheizungen und zeitgemäße Beleuchtung. Parallel dazu wird die bestehende Infrastruktur umfassend digitalisiert, in dem man die Leit- und Sicherungstechnik in das digitale Stellwerk integriert.
Mit dem Ausbau des Hafenbahnhofs Speckenbüttel investiere man mit Nachdruck in die Zukunft der Häfen, erklärt dazu Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation: „Die Investitionen in den Schienengüterverkehr im Hafenhinterland sind wichtig, damit Bremerhaven auch langfristig ein starker, moderner und wettbewerbsfähiger Standort bleibt. Wir brauchen eine leistungsfähige Infrastruktur, die mit den Anforderungen wächst.“
Bereits heute gilt Bremerhaven als einer der bedeutendsten Eisenbahnhäfen Europas. Mehr als 50 Prozent der Containertransporte werden über die Schiene abgewickelt. Im Hinterlandverkehr des RoRo-Sektors liegt der Bahnanteil bei über 80 Prozent – von Pkw über schwere Landmaschinen bis hin zu Militärfahrzeugen.
Quelle: OEVZ



