Brenner-Basistunnel schafft den nächsten Meilenstein
Am 25. August ist beim Brenner-Basistunnel ein wichtiger Meilenstein erreicht worden: Die Tunnelbohrmaschine „Wilma“ hat die westliche Hauptröhre durchbrochen. Damit besteht nun eine durchgehende Tunnelverbindung zwischen Innsbruck und Franzensfeste in Südtirol über rund 55 Kilometer
Der Durchschlag verbindet zahlreiche bislang getrennte Tunnelabschnitte von der Sillschlucht bis nach Südtirol zu einer durchgängigen Hauptröhre. Für die beteiligten Projektteams war der Vortrieb allerdings mit erheblichen technischen Herausforderungen verbunden. Insbesondere wechselnde geologische Bedingungen und Störzonen im Gebirge erschwerten die Arbeiten.
„Wilma“ war seit dem 18. September 2024 im Einsatz und hat dabei rund 7.500 Meter Gestein durchbohrt. Die 180 Meter lange und 2.700 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine verfügt über einen Bohrdurchmesser von 10,37 Metern. Trotz der schwierigen Bedingungen konnte der Vortrieb nun erfolgreich abgeschlossen werden.
Eine zentrale Rolle spielte auch die Logistik rund um die Baustelle. Um den Straßentransport möglichst gering zu halten, wurden die jeweils rund zehn Tonnen schweren Betonfertigteile für die Tunnelauskleidung per Bahn angeliefert. Über den Gleisanschluss Wolf gelangten die Tübbinge zur Baustelle, wo sie anschließend von der Tunnelbohrmaschine verbaut wurden.
Auch das beim Vortrieb anfallende Gestein wurde möglichst effizient abtransportiert. Förderbänder brachten das Ausbruchmaterial direkt von der Baustelle zur nahe gelegenen Deponie Padastertal.
Nach Angaben von BBT-Projektleiter Michael Knapp konnten durch das Logistikkonzept rund 45.000 Lkw-Fahrten vermieden werden. Damit war die Transportplanung ein wesentlicher Bestandteil des erfolgreichen Tunnelvortriebs.
Quelle: OEVZ




