Brennerautobahn AG beteiligt sich mit 75 Prozent an InRail AG

Mit ihrem Eintritt in die InRail AG, neben der RTC AG und der Lokomotion GmbH, gründet die Brennerautobahn AG die zweitgrößte italienische Unternehmensgruppe im Schienengüterverkehr. Der Verwaltungsrat hat vor kurzem die dafür notwendige Kapitalerhöhung in der Tochtergesellschaft STR Brennero Trasporto Rotaia AG beschlossen.

Der Ankauf umfasst 75 Prozent der Anteile an der InRail von den aktuellen Gesellschaftern Tenor und Inter-Rail. Die Akquisition schließt zudem das Know-how und das Management der InRail mit ein. Mit der Übernahme der Aktienmehrheit an der InRail ist die Unternehmensgruppe der Brennerautobahngesellschaft der zweitgrößte italienische Bahnbetreiber im Güterverkehr nach Mercitalia Logistics, die zu den Ferrovie dello Stato gehört.

Die InRail ist eine Bahngesellschaft, die im Bereich des Güterverkehrs in Italien sowie in die Nachbarländer tätig ist. Das Unternehmen mit mehr als 120 Mitarbeitenden wickelt etwa 150 Güterzüge pro Woche ab. Die Erweiterung der Unternehmensgruppe, die 95,5 Prozent der Anteile an der RTC Rail Traction Company AG und 50 Prozent an der deutschen Lokomotion GmbH hält, erfolgt genau zwanzig Jahre nach dem Start des ersten Güterzuges der Brennerautobahn AG.

Am 15. Oktober 2001 verließ der erste Güterzug der Unternehmensgruppe den Bahnhof München-Riem in Richtung Verona. Heute wickeln die beiden Bahnbetreiber mit ihren insgesamt 550 Mitarbeitenden mehr als 12.000 Züge jährlich ab. Durch die Verlagerung von täglich etwa 800 Lkw von der Straße auf die Schiene tragen sie dazu bei, den CO2-Ausstoß entlang der Brennerachse um etwa 160.000 Tonnen jährlich zu reduzieren.

Die Brennerautobahngesellschaft ist in erster Linie für den Bau und die Bewirtschaftung der Brennerautobahn bekannt. Bei der Gesellschaft handelt es sich allerdings auch um den ersten Autobahnkonzessionär, der seit Jahren zusätzlich im Schienengüterverkehr tätig ist. Auf die Gründung der STR AG folgten im Jahr 2000 die RTC Rail Traction Company AG und die Lokomotion GmbH, die auf beiden Seiten des Brennerpasses und des Grenzüberganges von Tarvis tätig sind.

„Für unsere Unternehmensgruppe beginnt eine neue Ära, in der wir den Bereich des Schienengüterverkehrs schrittweise durch eine Konsolidierung bereits angebotener Ziele und die Entwicklung neuer Bahnstrecken steigern werden“, so Diego Cattoni. „Die Prognosen zur Entwicklung des Schienengüterverkehrs im Allgemeinen und entlang des Brennerkorridors im Besonderen deuten auf einen Markt hin, der bereits vor der Eröffnung des Brennerbasistunnels konstant steigen wird. Der Ausbau der italienischen Häfen, die Entwicklung der Hochgeschwindigkeitsbahnen, der Anstieg des BIP, die Stärkung der Skandinavien-Mittelmeer-Achse: all dies führt zu einem höheren Verkehrsaufkommen, das wir gestalten und nicht erdulden wollen“, erklärt der Geschäftsführer abschließend.

www.autobrennero.it

Quelle: oevz.com

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