Das sind Deutschlands beste Online-Shops

8. März 2018 10:49

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About You, Mediamarkt, Mymuesli und das Frankfurter Brett sind die besten Online-Shops des Jahres 2018. Sie sicherten sich die heiß begehrten Trophäen des INTERNET WORLD Business Shop-Awards.

Am Vorabend der Internet World Expo versammelt sich das Who is Who des digitalen Handels alle Jahre wieder zu einem exklusiven Gala-Dinner. Im Münchner Grand-Hotel Bayerischer Hof wurden zum siebten Mal die INTERNET WORLD Business Shop-Awards verliehen – exklusiv gesponsert von best IT, ratenkauf by easyCredit, Heidelpay, Kommerz und der PVS Gruppe.

Namhafte Kontrahenten lieferten sich schon in der ersten Kategorie „Bester Online-Pureplayer“ ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den Spitzenplatz. Am Ende jedoch votierten die elf hochklassig besetzten Jury-Mitglieder eindeutig und machten die Otto-Tochter About You vor Zalando und dem Sneaker-Shop 43einhalb wie bereits im Vorjahr zum Kategorie-Sieger. „Für mich war einer der wichtigsten Aspekte, wie es About You geschafft hat, das Influencer Marketing als einer der ersten zu dekodieren“, lobte Juror Martin Groß-Albenhausen vom bevh. AboutYou selbst stellt die Leistung in Sachen Personalisierung in den Vordergrund. „Wir haben es geschafft, die App an jedem Touchpoint, die der User mit ihr hat, zu personalisieren“, erklärte Christoph Sachenhausen, Director Product Mobile bei About You, den Erfolg. Auf den Lorbeeren ausruhen, will sich das Team auch in diesen Jahr nicht: „Die App wird noch schneller werden und die ganzen Interaktionen noch einfacher“, verspricht Sachenhausen. Auch neue Devices wie Voice wollen die Hamburger künftig bedienen.

In der Kategorie „Bester Multichannel-Händler“ gab es in diesem Jahr zum ersten Mal seit Jahren einen Wechsel an der Spitze. Und den hätte noch vor fünf, sechs Jahren so keiner für möglich gehalten. Die Fachmarktkette MediaMarkt, über die die Branche einst viel spottete, hat den Multichannel-Dauersieger Douglas vom Siegerpodest verdrängt. „Der Spätzünder im Netz, kann sich heute sehen lassen“, lobte Juror Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Centers an der Hochschule Niederrhein, der sich extra für Media Markt eine rote Krawatte umgebunden hatte. „Der Gewinner steht für Stärke, Kraft und Durchhaltevermögen, der auch im gesetzten Alter noch Biss entwickeln und zubeißen kann.“ „Wir haben die Kategorie gewonnen, zu Recht, weil der Kunde uns dazu gemacht hat“, freut sich Lennart Wehrmeier, COO MediaMarktSaturn Deutschland und verantwortlich für die Vertriebslinie MediaMarkt. „Wir hatten im letzten Jahr 220 Millionen Kunden in den Läden und über 300 Millionen Besucher im Online-Shop. Das ist ein sehr klares Votum, dass wir mit unserer Omnichannel-Strategie sehr richtig liegen.“

Ebenfalls von null auf den zweiten Platz katapultierte sich in diesem Jahr Matratzen Concord, der mit seinem Online-Shop beweist, dass ein Discounter in Sachen Matratzenberatung alle Premium-Anbieter in den Schatten stellen kann. Marcus Diekmann, Director für die Bereiche Digital, E-Commerce und Omnichannel bei der niederländischen Mutter Beter Bed überlegte auf der Bühne bereits, wie sein Team im kommenden Jahr dieSiegertrophäe gewinnt: „Die größte Herausforderung für Matratzen-Concord wird sein, das kuratierte Shoppen weiter voranzubringen. Wir müssen die echten Verkäufer noch intensiver einbinden und auch den digitalen Berater noch besser in den digitalen Vertrieb einbinden“, gelobte er auf der Bühne. Platz drei ging an Douglas – und das – so war in der Laudatio zu hören – eigentlich nur deswegen, weil die Parfümeriekette ihre Hausaufgaben in Sachen Kanalverknüpfung bereits gewissenhaftest erfüllte, als andere das Wort Omnichannel in ihren Strategiepapieren noch gar nicht schreiben konnten.

Love-Brands überzeugen in der Kategorie „Bester Markenshop“.
Auch in der Kategorie „Bester Markenshop“ war der Kategoriesieg eine knappe Angelegenheit: Hier verdrängte mymuesli, Deutschlands Vorzeigeunternehmen in Sachen Online-Markenaufbau, den letztjährigen Gewinner BVB Dortmund vom Spitzenplatz. „Das ist eine Start-up-Geschichte, wie sie im Bilderbuch steht“, lobte Jurorin Susanne Fittkau vom Hamburger Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß. „Und inzwischen ein hoch erfolgreiches Omnichannel-Modell mit extrem hoher Innobationsbereitschaft. Im Food-Bereich gibt es wenige, über die so viel geschrieben wurde und Mymuesli stellt hier eine echte Erfolgsgeschichte dar. Auch was die Personalisierung betrifft, ist das nur selten so gelungen wie bei Mymuesli.“ Wie das Unternehmen es geschafft hat, so nah am Kunden zu sein, erklärte Jan Roschnik, Head of Digital Products & Services bei mymuesli und musste damit Marktforscherin Susanne Fittkau enttäuschen: „Wir haben gar keine Marktforschung gemacht. Viel lieber wollen wir Sachen machen, von denen die Leute gar nicht wissen, dass sie sie wollen.“

Der Online-Shop des BVB überzeugten die Jury mit einem launigen Personalisierungs-Feature, das im vergangenen Jahr neu in den ohnehin schon hoch emotionalen Online-Shop implementiert wurde. Dritter in der Kategorie „Bester Markenshop“ wurde wieder eine Otto-Tochter: Bonprix, langjähriger Shortlist-Kandidat beim Shop-Award, brachte in diesem Jahr erstmals auch eine Siegerurkunde nach Hause. „Falls irgendwer beim Namen bonprix noch angestaubte Drei-Mann-Zelte in Großkaro-Optik im Sinn haben sollte: Dieses Bild ist von vorgestern“, lobte Ingrid Lommer, erstmals Co-Moderator beim Shop-Award. „Heute zeigt sich die Otto-Tochter vor allem im Netz von ihrer modernsten Seite. Der Shop ist inspirierend, emotional und hebt sich durch hochwertige Produktfotos, durchbrochene Produktüberblicksseiten, inspirative Inhalte und diverse andere kleine Details erfrischend von anderen Mode-Shops in dieser Preisklasse ab – und das auch auf kleinen Bildschirmen.“

Als Novum beim Shop-Award wurden in diesem Jahr die besten B2B-Shops wieder in einer eigenen Kategorie gekürt. Die Jury konstatierte überrascht, dass so mancher B2C-Kollege sich in Sachen Customer Centricity von den B2B-Online-Pionieren noch eine Scheibe abschneiden können. Die Siegertrophäe nahm schließlich Gastro Kurz mit nach Hause. Der Spezialversand für Gastronomiebedarf überzeugte mit toller Bildsprache und ausführlicher Produktpräsentation. „Wir haben 2004 angefangen, den Markt zu testen und haben gemerkt, das funktioniert. Daraus ist einfach mehr geworden“, erzählt Blasius Damaschek, der mit seiner Agentur 7th Sense den Online-Shop von Gastro Kurz betreut. „Der Shop bürdet die B2B-Komplexität nicht den Nutzern auf – schließlich sind auch Einkäufer selbst Nutzer, die in ihrer Freizeit bei About You und anderen Top-Shops einkaufen“, lobte Juror Thomas Lang von Carpathia Consulting. Den zweitbesten B2B-Shop stellte in diesem Jahr Jungheinrich auf die Beine. Aus dem eher trockenen Thema Lagertechnik machte das Unternehmen ein spannendes Lehrstück in Sachen Produktpräsentation. Der dritte Platz ging an Normfest, an dessen Personalisierungs-Features sich auch so manchner B2B-Shop ein Beispiel nehmen könnte.

Wie man mit dem Mantra „Macht keinen Online-Shop“ den Shop-Award gewinnt.
Die bunteste Kategorie des Shop-Awards ist alle Jahre wieder die Kategorie der „Hidden Champions“. Hier haben auch kleine Online-Shops eine Chance, die mit den Entwicklungs-Budgets von Zalando oder About You schlicht nicht mithalten können. Dass auch mit weniger Geld grandiose Auftritte entstehen können, zeigte der diesjährige Kategorie-Sieger – das Frankfurter Brett, ein Online-Shop rund um eine Werkbank für die Küche für Amateur- und Profi-Köche.  „Macht keinen Online-Shop“, riet Christian Fischer, Chef der betreuenden Online-Agentur Biedermann & Brandstift, den beiden Gründern Johannes und Joseph Schreiter schon beim ersten Treffen. Herausgekommen ist ein extrem symphathischer und Content-reicher Auftritt, bei dem auch Kochmuffel Lust bekommen, Gemüse zu schnippeln. Und nicht nur bei Laudator Johannes Altmann sprang der Funke über: „Mir ist es in einer Jury noch nie passiert, dass ich einen Shop bewertet habe und auch gleich selbst dort bestellt habe. Ich habe mich sofort in das Produkt verliebt“, gestand er auf der Bühne. Nur zwei Kommastellen hinter dem Frankfurter Brett lag der Zweitplatzierte in der Kategorie „Hidden Champions“. Der Online-Shop für Premium-Fleisch schafft es mit tollen Produktinszenierungen und hervorragendem Content, Kunden zum Einkauf zu verführen. Weniger auf Inszenierung, sondern stärker auf Pragmatismus setzt hingegen Mietski.com, der den dritten Platz als Hidden Champion eroberte. Das Unternehmen setzt mit seiner Online-Skivermietung nicht nur auf einen aktuellen E-Commerce-Trends, sondern löst echte Verbraucherprobleme.

Insgesamt bewarben sich in diesem Jahr 264 Online-Shops um die Trophäen des Shop-Awards. In der Jury saßen – in alphabetischer Reihenfolge: Johannes Altmann (Shoplupe), Susanne Fittkau (Fittkau & Maaß), Gerrit Heinemann (Hochschule Niederrhein), Lars Hofacker (EHI), Kai Hudetz (IFH Köln), Thomas Karst (Trusted Shops), Jochen Krisch (Exciting Commerce), Thomas Lang (Carpathia Consulting), Tijen Onaran (Women in Digital), Stephan Tromp (HDE) und Martin Groß-Albenhausen

Alle Sieger im Überblick:

Kategorie „Bester Online-Pureplayer“

1. Platz: About You

2. Platz: Zalando

3. Platz: 43einhalb.com

 

Kategorie „Bester Multichannel-Händler“

1. Platz: MediaMarkt

2. Platz Matratzen Concord

3. Platz: Douglas

 

Kategorie „Bester Marke-Shop“

1. Platz: mymuesli

2. Platz: BVB

3. Platz: Bonprix

 

Kategorie „Hidden Champion“

1. Platz: Frankfurter Brett

2. Platz: Don Carne

3. Platz: Mietski.com

Einen ausführlichen Überblick über die Shortlist sowie Shop-Bewertungen und verantwortliche Agenturen finden Sie hier.

Quelle: Internet-World

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