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Das sind die spannendsten Innovationen im Marketing

16. April 2018 08:58
Das sind die spannendsten Innovationen im Marketing

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Nichts weniger als „Die Zukunft des digitalen Advertisings“ versprach das Motto der Programmatic-Konferenz d3con. Während des „Innovation Tracks“ stellten sechs Unternehmen neue datenbasierte Marketing- und Werbelösungen vor.

Der „Innovation Track“ der d3con begann damit, dass jeder Referent drei Minuten lang seine Lösung vorstellte. Die Unternehmen, die sich präsentierten, waren: Tools4ads und Usercentrics aus München, Define Media aus Karlsruhe, Volkswagen und IBM sowie Online Media Transparency, kurz OMT, aus Düsseldorf.

„Traffiler“ von Tools4ads.
Wolfhart Fröhlich und Mischa Rürup hatten vor neun Jahren gemeinsam mit Tobias Kiessling das Unternehmen intelliAd Media gegründet und geleitet. 2015 stiegen sie dort aus. Auf der d3con in Hamburg waren Fröhlich und Rürup nun wieder gemeinsam auf der Bühne – allerdings für verschiedene Unternehmen. Fröhlich stellte das Tool „Traffiler“, eine Wortneuschöpfung aus „Traffic“ und „Profiler“, von Tools4ads vor. „Traffiler“ führt eine Nutzerprofilierung durch und zwar auf Basis der Webseiten, auf denen sich der Besucher vorher aufgehalten hatte.

Als Beispiel nannte Fröhlich, Geschäftsführer von Tool4ads, folgendes Szenario: Ein Besucher surft auf der Porsche-Webseite. Mit „Traffiler“ könnte der Autohersteller herausfinden, ob dieser Besucher vorher auch auf den Webseiten von Audi oder Golf war. Diese Daten zu einem Nutzer können daraufhin in dessen Profil in einer Data Management Platform hinterlegt und für Targeting- oder Personalisierungszwecke verwendet werden.

Usercentrics.
In vielen Panels während der Konferenz wurde auf die Datenschutz-Grundverordnung Bezug genommen. Alle Unternehmen müssen die Regeln umsetzen, sonst drohen ab Ende Mai empfindliche Geldstrafen. Das Start-up Usercentrics hat eine Software-Lösung entwickelt, mit der Unternehmen die Einwilligung (oder das Opt-out) von Nutzern einholen und beides für die Behörden dokumentieren können. Dazu klickt der Website-Besucher auf den Usercentrics-Privatsphäre-Button und regelt seine Datenfreigabe.

Für Website-Betreiber bietet Usercentrics ein einfaches Javascript-Plugin. Dieses Javascript steuert den Tag Manager, zum Beispiel den Google Tag Manager, des Website-Betreibers und sorgt so für die Entscheidung über die Ausspielung der jeweiligen Tags auf der Seite. Sollte der Nutzer explizit nicht einwilligen, werden externe Tags, die nicht absolut zur Erfüllung der Dienstleistung benötigt werden, nicht mehr geladen. Hinter Usercentrics und dieser so genannten Consent-as-a-Service-Lösung stehen der Internetunternehmer Mischa Rürup und der technische Leiter Vinzent Ellissen.

Define Media.
Die Werbebranche beschäftigt sich zwar intensiv mit Targeting und damit, den richtigen Nutzer zu erreichen. Die Frage, ob der Nutzer im richtigen Moment erreicht wird, komme aber noch viel zu kurz, findet Marius Gebicke, Geschäftsführer von Define Media.

Er stellte dazu das Tool „Conative“ für die automatisierte Native-Content-Distribution vor, mit der das zum jeweiligen Moment passende Creative ausgeliefert werden soll.

OMT Online Media Transparency.
Wenn es um Innovation geht, darf die Blockchain-Technologie nicht fehlen. Frieder Neidlinger, Geschäftsführer von Online Media Transparency, will mit seiner Software mehr Transparenz in die Wertschöpfungskette des Programmatic Advertising bringen. Künstliche Intelligenz und die Blockchain-Technologie sollen dabei helfen. Online Media Transparency verspricht nichts weniger als „die vollständig transparente Einsicht in alle relevanten Kampagneninformationen“.

„We Experience Platform“ von Volkswagen und IBM.
Autohersteller würden gerne mehr über ihre Kunden wissen, die direkte Kundenbeziehung lief bislang jedoch über den Autohändler und nicht über den Hersteller. Das wollen Unternehmen wie Daimler oder Volkswagen ändern. Während Daimler einer der Gesellschafter der Daten- und Registrierungsplattform Verimi ist, hat Volkswagen die „We“-Plattform entwickelt.

Kunden sollen sich bei „Volkswagen We“ registrieren und erhalten so eine Kunden-ID. Ein Teil dieses Konzepts ist die Park-App „We Park“, gestartet im Frühjahr 2017 in Berlin, mit der Autofahrer kostenpflichtige Parkplätze finden und digital bezahlen können.

Aktuell arbeitet Volkswagen gemeinsam mit IBM an dem Dienst „We Experience“, berichteten Dominic Gaspary, Volkswagen, und Alexander Ruhland, IBM. Mit „We Experience“ sollen Kunden Zeit und Geld sparen, weil ihnen unterwegs im Auto Angebote von teilnehmenden Händlern oder Dienstleistern eingeblendet werden.

Volkswagen sieht ein großes „Engagement-Potenzial“ im Auto, denn dort verbringen viele Menschen viel Zeit. Und bis auf Radiowerbung ist das bislang noch einer der letzten Bereiche, in der Konsumenten nicht direkt mit Werbung konfrontiert sind. Zudem generieren moderne, mit SIM-Karten ausgestattete Wagen viele Daten, zum Beispiel, auf welchen Strecken sie unterwegs sind. Volkswagen und IBM wollen über die Kunden-ID, die mit dem Fahrzeug verknüpft ist, personalisierte Angebote ins Auto bringen: orts- und kontextbezogen.

Die IBM-Technologie „Watson“ steuert über Machine Learning und künstliche Intelligenz die entsprechenden Angebote aus. Die „We Experience Platform“ verbindet die sogenannten Merchants auf der einen Seite mit dem Lenker des Fahrzeugs auf der anderen Seite. Merchants können beispielsweise Tankstellen, Händler, Versicherungen, Restaurants, Hotels sein, die dem Fahrer unterwegs ihre Angebote aufs Navigationsdisplay einspielen. Gaspary kündigte für Ende April einen ersten Start in Hamburg an als Teil der „We-Park“-App an.

(Quelle: Ingrid Schutzmann)

Quelle: Internet-World

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