DB InfraGO: Zustandsnote „Befriedigend“ für Schienennetz
Der Zustand des deutschen Schienennetzes stabilisiert sich. Das zeigt der neue DB InfraGO-Bericht für das Jahr 2025. Die Zustandsnote für das gesamte Schienennetz in Deutschland beträgt im Mittel 3 und liegt auf Vorjahresniveau. Damit scheint der langjährige Abwärtstrend gestoppt zu sein.
Für den jährlichen Bericht untersucht die DB InfraGO mehr als 380.000 Anlagen des Fahrwegs und der Bahnhöfe und bewertet diese nach Schulnotenlogik. Benotet werden alle Brücken, Tunnel, Stützbauwerke, Gleise, Weichen, Bahnübergänge, Stellwerke, Oberleitungen sowie Anlagen der Bahnhofsinfrastruktur.
Evelyn Palla, DB-Vorstandsvorsitzende: „Die Talsohle der ungebremsten Alterung unserer Schieneninfrastruktur scheint erreicht. Die Gesamtnote unseres Schienennetzes bleibt auf dem Niveau von 2024 – ein Zeichen dafür, dass die Trendwende noch nicht vollzogen ist. Viele Anlagen und Bahnhöfe befinden sich nach wie vor in einem schlechten Zustand. Deshalb müssen wir konsequent weiter modernisieren und erneuern. Der Weg zu einem modernen Schienennetz ist noch lang.“
2025 wurden rund 1.900 Kilometer Gleise und 1.900 Weichen erneuert. Zur Bilanz gehören 103 Brücken mit rund 25.000 m² Fläche und 3.700 modernisierte Stelleinheiten der Leit- und Sicherungstechnik. Eine zusätzliche Milliarde Euro vom Bund sicherte Investitionen in besonders komplexe Brücken sowie in moderne Leit- und Sicherungstechnik.
Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „Wir haben 2025 rund 19,9 Mrd. EUR für Instandhaltung und Ersatzinvestitionen verbaut und konnten damit die weitere Verschlechterung des Anlagenzustandes abwenden – trotz des parallel weiter angewachsenen Durchschnittsalters unserer Anlagen. Die Investitionen lohnen sich. Die gestiegenen Bauvolumina führten 2025 erstmals seit Jahren zu einem geringeren Wert beim Erneuerungsbedarf für die Anlagen mit den Zustandsnoten schlecht, mangelhaft und einschränkend. Im Bericht 2024 sind dafür rund 110 Mrd. EUR ermittelt; 2025 ist diese Summe auf rund 106 Mrd. EUR gesunken.“
Quelle: OEVZ



