DHL Group mit Pluspunkten bei der Profitabilität
Trotz anhaltender Handelskonflikte hat der Logistikkonzern DHL Group Ziele für das Geschäftsjahr 2025 übertroffen. Zwar sei der Umsatz unter anderem infolge von Währungseffekten und Volumenrückgängen auf Routen in die USA um 1,6 Prozent auf 82,9 Mrd. EUR gesunken. Jedoch habe man das operative Ergebnis (EBIT) um 3,7 Prozent auf 6,1 Mrd. EUR gesteigert, gab der weltweit tätige Logistikkonzern gestern bekannt.
Tobias Meyer, CEO DHL Group: „Dank aktivem Kapazitätsmanagement und strukturellen Kostenverbesserungen haben wir unsere Finanzziele übertroffen. Gleichzeitig investieren wir weiter gezielt in weltweite Wachstumsmärkte und -sektoren. Die Volatilität der Weltwirtschaft wird uns auch im Jahr 2026 begleiten. Wir sind global wie lokal bestens aufgestellt. So können wir eng an der Seite unserer Kunden stehen und ihre Lieferketten in einem herausfordernden Umfeld weiter stärken.“
Bei DHL Express sind die Sendungsvolumen in die USA durch höhere Zölle und die Aufhebung der De-Minimis-Regel im Geschäftsjahr 2025 gesunken. Trotzdem konnte die Division durch Kostendisziplin, Produktivitätsverbesserungen und eine flexible Planung beim Luftfahrtnetzwerk ein Ergebniswachstum erzielen.
Der globale Speditionsmarkt war im Jahr 2025 geprägt von anhaltenden geopolitischen Konflikten und zunehmender Unsicherheit in Bezug auf Zölle. Die Kapazitätsengpässe des Vorjahres nahmen im Verlauf des Jahres 2025 ab, was zusammen mit einer zunehmenden Entspannung der Situation im Roten Meer zu reduzierten Frachtraten für Luft- und Seefracht beitrug. So erwirtschaftete DHL Global Forwarding, Freight einen Umsatz von 13,71 Mrd. EUR nach 14,56 Mrd. EUR im Jahr 2024.
Der strukturell intakte Outsourcing-Trend unterstützte das Wachstum von DHL Supply Chain im Jahr 2025. Hohe Flexibilität, standardisierte Abläufe und gezielte Datenanalyse sicherten auch in einem komplexen Umfeld die Lieferketten der Kunden. Zur anhaltenden Ergebnisverbesserung trugen neben Produktivitätssteigerungen durch Digitalisierung, Automatisierung und Standardisierung auch die Neugewinnung von Kunden bei.
Im Jahr 2026 rechnet die DHL Group mit anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten. Deshalb werde der Fokus weiterhin auf Effizienzsteigerungen, aktives Kapazitätsmanagement sowie die weitere Umsetzung des Kostenprogramms liegen, kündigt Tobias Mayer an.
Quelle: OEVz


