E-mil und E-milia im Einsatz bei der Bichler Spedition
Mit zwei neuen Mercedes-Benz eActros 600 setzt Bichler Spedition und Logistik den nächsten wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Transportlösungen. Die vollelektrischen Lkw wurden von Pappas an das Familienunternehmen ausgeliefert. Sie sind ab sofort im österreichischen Sammelverkehr im Einsatz – genauer gesagt auf zwei Nachtstückgutlinien.
Die beiden Fahrzeuge tragen die Namen „E-mil“ und „E-milia“ und haben laut Tanja Bichler, Prokuristin bei Bichler, bereits große Aufmerksamkeit in den sozialen Medien erregt. Der Name „E-mil“ steht dabei für elektrisch, mobil, innovativ und Logistik – und beschreibt damit genau, wofür die neuen Fahrzeuge im Fuhrpark von Bichler stehen.
Bichler Spedition und Logistik aus Rohrbach/Gölsen (NÖ) ist auf Transporte, Spedition und Logistik spezialisiert und vor allem im österreichweiten Sammelverkehr tätig. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 150 Mitabeitende und betreibt eine Flotte von etwa 70 Lkw.
Für Geschäftsführer Manfred Bichler war der Weg in Richtung Elektromobilität zunächst mit vielen Fragen verbunden. „Am Anfang waren wir skeptisch, weil die Ladeinfrastruktur in unserem Einsatzgebiet noch nicht ausreichend ausgebaut war. Ohne die funktioniert es nicht“, erklärt der Unternehmer.
Nach intensivem Austausch mit Kolleg:innen sowie einer genauen Analyse der bestehenden Routen fiel die Entscheidung schließlich auf zwei Nachtstückgutlinien. Auf diesen ist der Einsatz der eActros 600 wirtschaftlich sinnvoll.
Das vollelektrische Modell von Mercedes-Benz Trucks wurde für den schweren Fernverkehr entwickelt und bietet eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern ohne Zwischenladung. Verantwortlich dafür sind drei Batteriepakete mit jeweils 207 kWh sowie ein elektrischer Antriebsstrang mit zwei Elektromotoren.
Im täglichen Betrieb bei Bichler werden die angegebenen Reichweiten sogar übertroffen. Einer der beiden Elektro-Lkw legt auf seiner Nachtroute rund 530 Kilometer zurück, der andere kommt sogar auf knapp 600 Kilometer. Damit übertreffen die Fahrzeuge die Anforderungen der Spedition.
Bichler hat auf den Hallendächern eine Photovoltaikanlage mit 750 kW nachgerüstet. Da die beiden eActros 600 vor 6:00 Uhr morgens an den Standort zurückkehren, können sie tagsüber mit selbst erzeugtem Strom an den beiden Ladesäulen mit etwa 200 kW geladen werden.
Der erfolgreiche Start mit „E-mil“ und „E-milia“ ist für Bichler erst der Anfang. Bereits im kommenden Jahr sollen drei weitere eActros 600 in den Fuhrpark aufgenommen werden. Auch dafür wurden bereits passende Routen ausgewählt. Diese Fahrzeuge werden tagsüber unterwegs sein und nachts geladen.
Quelle: OEVZ



