Güter auf die Schiene in der Region Außerfern-Allgäu
Die Region Außerfern-Allgäu ist bislang nur unzureichend in europäische Verkehrsnetze und TEN-T-Korridore eingebunden. Die bestehende Schieneninfrastruktur wird überwiegend auf den Personenverkehr ausgerichtet.
Um das zu ändern, starten das Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) Prien und der Verein Netzwerk Logistik (VNL) gemeinsam das grenzübergreifende Projekt „Güter auf die Schiene“. Ziel ist es, die strukturellen Voraussetzungen für einen wirtschaftlich tragfähigen, grenzüberschreitenden Schienengüterverkehr in der Region Außerfern-Allgäu zu verbessern und die regionale Stimme gegenüber Politik, Verwaltung und Infrastrukturbetreibern zu stärken.
Das einjährige Projekt hat im November 2025 begonnen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen in der EUREGIO via salina künftig besser an den Schienengüterverkehr angebunden werden können. Viele regional ansässige, teils international tätige Unternehmen verfolgen klare Nachhaltigkeitsstrategien und möchten Transporte auf die Schiene verlagern.
Ein zentrales Anliegen ist die systematische Aufbereitung der betrieblichen, strukturellen und regulatorischen Herausforderungen, denen Unternehmen und Güterbahnen zugleich begegnen. Diese Themen sollen Entscheidungsträgern aus Politik, Verwaltung und Infrastrukturunternehmen praxisnah vermittelt werden.
Philipp Wessiak, Vorstandsmitglied vom VNL, erklärt: „Mit unserem Projekt ‚Güter auf die Schiene‘ bündeln wir erstmalig die vielfältigen Stimmen der Wirtschaft aus den Regionen Vorarlberg, Außerfern, Allgäu und Tirol. Gemeinsam schaffen wir die politische Sichtbarkeit, die unsere Unternehmen im Schienengüterverkehr dringend benötigen.“
Das Projekt setzt auf kontinuierliche Workshops, Informationsaufbereitung und aktive Öffentlichkeitsarbeit, um politische und ministeriale Entscheidungsträger für reale Bedingungen, Hemmnisse und Lösungsmöglichkeiten im regionalen Schienengüterverkehr zu sensibilisieren. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und den Umsetzungswillen zu stärken.
Quelle: OEVZ



