Güterbahn DB Cargo schließt 15 Werkstätten in Deutschland
DB Cargo, die Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn, setzt mit der Schließung von 15 Werkstätten den Sparstift an. An den Standorten Halle (Saale), Seelze und Oberhausen soll künftig nur noch die Lok-Instandhaltung erfolgen. Die Wagen-Instandhaltung entfällt dort. Darüber hinaus wird das Werk Mainz-Bischofsheim komplett geschlossen.
Zugesperrt werden auch u.a. die Außenstellen Rostock, Osnabrück, Magdeburg, Senftenberg, Hamburg-Billwerder, Offenburg, Ingolstadt, Regensburg, Emden und Stendell. Vier der betroffenen Standorte liegen in den neuen Bundesländern.
Erhalten bleiben laut den vorgelegten Plänen zehn zentrale Werke (darunter Hagen, Köln-Gremberg, Mannheim, Maschen, Nürnberg, Saarbrücken und Seddin). Dazu kommen fünf Außenstellen, u.a. in Bebra, Braunschweig, Kornwestheim, Bremerhaven und München.
Die Umstrukturierung ist Teil eines strikten Sparkurses. Die EU-Kommission verlangt im Rahmen eines Beihilfeverfahrens, dass DB Cargo ab 2026 schwarze Zahlen schreibt.
Cargo-Chefin Sigrid Nikutta setzt daher auf Kostensenkungen und eine stärkere Spezialisierung der Werkstätten. Das Konzept sieht vor, Instandhaltungsarbeiten künftig in spezialisierten Teams zu bündeln.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kritisierte die Pläne scharf. EVG-Vize Cosima Ingenschay sagte: „Es scheint, als würde sie nur auf Sicht fahren. Und das aber leider auch noch im Dunkeln.“
Die Gewerkschaft kündigte an, die Schließungen nicht hinzunehmen und Widerstand zu leisten. Das Umstrukturierungskonzept wurde Ende Juli dem Gesamtbetriebsrat vorgelegt. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern sollen im September beginnen.
www.dbcargo.com/rail-de-de, www.evg-online.org
Quelle: OEVZ



