Historischer Tag für Rijeka und Kroatien
Das Containerterminal Rijeka Gateway hat gestern seine offizielle Einweihung erfahren. Über 300 Gäste, darunter der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenković und der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen, nahmen an der Feier teil. Damit wurde das modernste und technologisch fortschrittlichste Containerterminal der Adria-Region nach zweijähriger Bauzeit seiner Bestimmung übergeben. Der Betrieb läuft schon seit September dieses Jahres.
„Dank der Unterstützung der Anteilseigner APM Terminals und der ENNA Group sowie zahlreicher Institutionen konnten wir das Terminal planmäßig errichten und ausstatten, bereits 300 Mitarbeitende einstellen und den Betrieb aufnehmen. Das achte Handelsschiff ist bereits unterwegs“, so Peter Corfitsen, Geschäftsführer von Rijeka Gateway. „Rijeka hat als erster Zugangspunkt nach Mittel- und Südosteuropa sowie durch seine Anbindung an schnelle Binnenschifffahrtsverbindungen einen strategischen Vorteil“, ergänzte Keith Svendsen, CEO von APM Terminals.
Rijeka Gateway, ein Joint Venture von APM Terminals und der Enna Group, stellt die größte private Investition in die Logistikinfrastruktur Kroatiens dar. Das neue Terminal sichert Rijeka und Kroatien eine strategisch wichtige Position als Logistikdrehscheibe für Mittel- und Osteuropa. Rijeka Gateway ist Teil des Ost-West-Netzwerks der Gemini-Kooperation zwischen Maersk und Hapag-Lloyd auf der Route AE12/SE1 und damit ein Schlüsselterminal an einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten zwischen Asien und Europa.
In der ersten Phase verfügt das Terminal über 400 Meter Kailänge und eine jährliche Kapazität von 650.000 TEU. Nach der geplanten Erweiterung in der nächsten Phase wird die Kailänge auf 680 Meter und die Kapazität auf über 1 Mio. TEU steigen. Die Gesamtinvestition in Rijeka Gateway beläuft sich auf über 380 Mio. EUR und erreicht zusammen mit dem Wert der Verkehrsinfrastruktur – von den Straßen bis zum Schienenanschluss im und um den Hafen – 600 Mio. EUR. Die Gesamtzahl der Beschäftigten im Terminal wird 300 betragen.
Das Terminal verfügt über vier ferngesteuerte Schiff-zu-Land-Krane (STS), 15 gummibereifte Portalkrane (RTG), zwei schienengebundene Portalkrane (RMG) und 28 Terminalzugmaschinen. Alle Systeme sind mit einer zentralen, ferngesteuerten Leitstelle verbunden.
Das gesamte Terminal ist über Kroatiens erstes privates 5G-Industrienetz vernetzt. Der Terminalbetrieb wird unter Einsatz von vollautomatisierter Technologie und erneuerbarer Energien gesteuert und ist damit in der Adria-Region das erste Terminal dieser Art.
Quelle: OEVZ





