In einer harten Disziplin strebt DSV an die Spitze
Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Verkauf der globalen Schenker-Organisation realisiert die dänische DSV etappenweise den globalen Integrationsprozess. Auch die lokale Integration in Österreich ist in Vorbereitung. Dabei zieht im Landverkehr Nico Puhl die Fäden.
Als Geschäftsführer der DSV Road GmbH und Vorstand der Schenker & Co. AG trägt er die Verantwortung für die Schaffung einer neuen starken Marke für die Bereiche Direct und Groupage. Was in Ländern wie Italien und der Schweiz bereits vollzogen wurde, nämlich die Integration der Schenker-Organisation in den DSV-Konzern, ist auch in Österreich in Vorbereitung.
Weltweit entsteht durch diese Transaktion der führende Transport- und Logistikdienstleister mit rund 160.000 Mitarbeitenden und 41,6 Mrd. EUR Jahresumsatz. Das Unternehmen wird als DSV A/S firmieren.
Der im April 2025 abgeschlossene Kauf von Schenker durch DSV um rund 14,3 Mrd. EUR wurde auch in der heimischen Logistikbranche aufmerksam verfolgt. Bei den Marktbegleitern herrscht noch Ungewissheit, was auf sie zukommt.
Nico Puhl kann dazu so viel sagen: „Der DSV-Konzern pflegt eine Kultur der schnellen Entscheidungen. Man will trotz der Größe flexibel bleiben. Dafür sorgt neben vielen anderen Maßnahmen die klare Organisationsstruktur. DSV ist ein global agierendes, börsennotiertes Unternehmen mit klarer Leistungsorientierung und starkem Fokus auf operative Exzellenz.“
Bei den Kunden komme das gut an. Jedenfalls sei die Mehrzahl der bisher geführten Gespräche positiv verlaufen.
Um zu verstehen, was unter der Dachmarke DSV Road in Österreich entsteht, muss man sich die bisherigen Strukturen der seit rund 20 Jahren bestehenden Österreich-Niederlassung des dänischen Logistikers und von der Schenker & Co. AG vor Augen führen. Erstere zählt rund 150 Beschäftigte an den Standorten Suben, Hörsching und Wien Inzersdorf. Das Team organisiert tägliche Stückgutlinien und besitzt besondere Stärke im Segment LTL/FTL (Teil-/Komplettladungen).
Ihm gegenüber steht – noch – der Schenker-Landverkehr mit 650 Beschäftigten in zehn Betriebsstätten im Bundesgebiet. Das im Jahr 1872 in Wien gegründete Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern in der nationalen und europaweiten Stückgutlogistik, unterstützt die Kunden aber auch im Segment der LTL-/FTL-Dienste.
„Die beiden Unternehmen vereint, ergibt das im Bereich Landverkehr, eine starke Organisation, die aus Skaleneffekten klare Effizienzsteigerungen erzeugen wird“, bemerkt Nico Puhl im Gespräch mit der Österreichischen Verkehrszeitung. Verlässliche Services und die künftig noch schnelleren Laufzeiten werden die Kunden vom Leistungsvermögen von DSV Road überzeugen.
Damit strebt die im Entstehen begriffene alpenländische Landesgesellschaft des dänischen Logistikkonzerns die Spitzenposition im Land an. Dass hier ein Verdrängungswettbewerb herrscht, halten die Verantwortlichen für unbestritten.
www.dsv.com/en/countries/europe/austria
Quelle: OEVZ



