Karstadt: Zwei Neue für den Omnichannel-Durchbruch

4. Januar 2018 09:35

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Die Karstadt Warenhaus will mit neuen Köpfen ihre Weiterentwicklung zu einem vernetzten Marktplatz vorantreiben und holt dafür unter anderem den Cross-Channel Experten von Douglas und den CDO von Tchibo.

Die Karstadt Warenhaus sorgt nicht nur mit Zukäufen für Gesprächsstoff in der Branche, sondern auch mit prominenten Neueinstellungen: Marco Werner wird zum 8. Januar 2018 Chief Digital Officer und verantwortet in dieser Position das Online-Geschäft von Karstadt.de und das Customer Relationship Management. Werner war zuvor in gleicher Position bei Tchibo und bei Fressnapf tätig.

Jens Diekmann wird ab 1. Januar 2018 das strategische Projektmanagement von Karstadt und den Bereich Crosschannel leiten. Diekmann kommt von der Parfümeriekette, wo er Direktor für Crosschannel, Digitalisierung und Business Development war. Zuvor war er für die Unternehmensberatung Accenture tätig.

Klaus Haensch, der als bisheriger E-Commerce-Leiter bei Karstadt mit seinem Sparkurs für harsche Kritik aus der Branche sorgte, Online-Sortimente reduzierte und Stellen strich, um nicht wie die meisten Händler im Internet Geld zu verbrennen, übernimmt der Karstadt-Pressemitteilung zufolge den Leitungsbereich Home, Spielware und Elektro und bleibt für das Online-Warengeschäft insbesondere die weitere Verzahnung des stationären mit dem Online-Einkauf zuständig.

Auf dem Weg zum Omnichannel-Marktführer
Karstadt-CEO Dr. Stephan Fanderl setzt hohe Erwartungen in die Neueinsteiger: „Karstadt hat sich in den vergangenen drei Jahren mit hohem Tempo weiterentwickelt. Das Ziel bis 2020 ist, das Unternehmen zu einem der stärksten, über alle Vertriebskanäle erfolgreichen Händler in Deutschland zu entwickeln. Dazu hat das Warenhaus durch die Vielzahl seiner Sortimente, Partner und Kunden beste Voraussetzungen. Um unsere Geschwindigkeit dabei weiter zu erhöhen, verstärken wir unser Team.“

Bereits im Oktober hatte Karstadt seine Lieferanten über die kurz- und mittelfristige Digitalstrategie informiert und den Schwerpunkt dabei vor allem auf Marktplatzaktivitäten gelegt: „Wir wollen so konsequent wie nur wenige andere Einzelhändler gemeinsam mit Partnern über alle Kanäle hinweg verkaufen und Dienstleistungen anbieten. Und zwar 79 Mal mitten in der Innenstadt, durch Smartphones und Apps unterwegs und durch unseren Online-Shop oder Verkaufsplattformen von zu Hause aus“, heißt es in dem Schreiben, das dem E-Commerce-Blog „Wortfilter“ vorlag. Eine Click & Reserve-Funktion sollte Ende November eingeführt werden. Auch auf Amazon und Ebay wollte Karstadt zusätzliche Vertriebskanäle eröffnen.

Auch mit Startups verstärkte sich das Unternehmen. Innerhalb von 14 Monaten tätigte die Mutter Signa Retail sieben Übernahmen, darunter Hood.de, Mybestbrands, Outfitter, Dress for Less und Internetstores.

Quelle: Internet-World

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