Landstromanschluss für Scandlines im Hafen Puttgarden
Der Weg zum neuen Landstromanschluss im Hafen von Puttgarden war lang. Circa 11 Kilometer Stromkabel wurden vom Umspannwerk in Burg bis zum Fährhafen verlegt, um die erforderliche Anschlusskapazität von 15 MW im Hafen zu schaffen. Der Ladeturm ist jetzt bereit, Scandlines’ Fähren mit Strom zu versorgen.
Im Hafen von Rødby ist ein entsprechender Anschluss bereits seit März in Betrieb, zusammen mit der Indienststellung der neuen Frachtfähre der Reederei, die auf den Namen. „The Baltic Whale“ getauft wurde. Die Ladezeit beträgt in jedem Hafen nur 12-15 Minuten. Gleichzeitig kann Scandlines häufiger Abfahrten mit der Fähre von beiden Häfen anbieten, und zwar ausschließlich auf Ladestrom, im normalen Betrieb.
„Während wir mit ‚The Baltic Whale‘ bisher sowohl in Zwei- als auch in Drei-Stunden-Umläufen gefahren sind, fahren wir nun fest alle zwei Stunden – sechs Tage pro Woche rund um die Uhr. Und die Überfahrt dauert 45 Minuten, genau wie bei unseren anderen Fähren auf der Route“, sagt Michael Guldmann, COO von Scandlines.
Auch die übrigen Fähren von Scandlines auf der Route sollen zukünftig die Ladeinfrastruktur nutzen können, sobald sie zu Plug-in-Hybridfähren umgerüstet werden. Es wird erwartet, dass die Reederei in Zukunft circa 80 Prozent des Energieverbrauchs dieser Fähren über Ladestrom abdecken kann.
Seit 2013 hat Scandlines 430 Mio. EUR in emissionsreduzierende Technologien investiert, darunter „The Baltic Whale“, Hybridfähren, Rotorsegel, energieeffiziente Propeller und die Schaffung von Ladeinfrastruktur in den Häfen. Die Investitionen in den Landstromanschluss in Puttgarden einschließlich der Erweiterung des Stromnetzes wurden von der EU im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF) für Verkehr kofinanziert.
Quelle: OEVZ



