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Lastenhebesysteme – Wichtige Hilfsmittel bei schweren Arbeiten

Das Heben von schweren Lasten gehört in vielen Betrieben verschiedener Branchen, vor allem in der Logistik und Produktion, zum Arbeitsalltag. Im Sinne der Arbeitseffizienz und -sicherheit sowie hinsichtlich ergonomischer Arbeitsbedingungen ist es für Unternehmen wichtig, für das Heben und Verschieben von Lasten optimale Lösungen zu finden, die die Arbeitsabläufe unterstützen und die Angestellten buchstäblich entlasten.

Wir erklären in diesem Artikel, warum Sie das Thema „schwere Lasten“ nicht vernachlässigen sollten und stellen Hilfsmittel für schwere Arbeiten vor.

Die Lastenhandhabungsverordnung – Gesetzesvorgaben zum Gesundheitsschutz

Das Heben von schweren Lasten kann zu vielfältigen gesundheitlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfällen oder auch Herz-/Kreislaufproblemen führen. Das ist natürlich nicht im Sinne des Arbeitgebers, denn die Gesundheit der Angestellten sollte stets Priorität genießen. Außerdem kommen Arbeitsausfälle durch kranke oder verletzte Arbeitnehmer einem Unternehmen schnell teuer zu stehen. Darüber hinaus regeln verschiedene Gesetzesvorgaben das Heben von schweren Lasten und verpflichten Unternehmen, entsprechende Vorkehrungen zum Schutz der Angestellten zu treffen.

In erster Linie ist hier die „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der manuellen Handhabung von Lasten bei der Arbeit“, kurz Lastenhandhabungsverordnung, relevant. Diese Verordnung verpflichtet Arbeitgeber zu einer Gefährdungsbeurteilung und zu Vorkehrungen, um die entsprechenden Gefahren zu verhindern. Diese Vorkehrungen gliedern sich in organisatorische Maßnahmen wie einer Unterweisung in ergonomisch vorteilhafte Körperhaltungen und technische Maßnahmen wie die Bereitstellung von Fördertechnik und Hebehilfen. Die Vorgaben der Lastenhandhabungsverordnung sollten Betriebe unbedingt einhalten, da sie sonst einen Gesetzesverstoß begehen und die Gesundheit und Sicherheit ihrer Angestellten vorsätzlich gefährden. Kommt es aufgrund diesbezüglicher Versäumnisse seitens des Arbeitgebers zu Gesundheitsproblemen bei Angestellten, können sich Unternehmen hohen Schadensersatzforderungen ausgesetzt sehen.

Lastenhebesysteme: Technische Hilfsmittel für das Heben schwerer Lasten

Betriebe, in denen das Heben von schweren Lasten zum Arbeitsalltag gehört, profitieren enorm von der Unterstützung durch ein Lastenhebesystem wie etwa einen Vakuumheber oder einen Seilzug. Diese nehmen den Angestellten schwere Hebearbeiten ab und verhindern somit die dadurch möglichen gesundheitlichen Gefahren. Darüber hinaus können diese Systeme leicht und schnell auch solch schwere Lasten heben und bewegen, die ein normaler Angestellter selbst unter hohem Kraftaufwand nicht von der Stelle bekommen würde. Auch in puncto Sicherheit macht es Sinn, schwerere Lasten von Hebesystemen bearbeiten zu lassen. Diese heben die Werkstücke zuverlässig und bewegen sie sicher von A nach B, ohne dass sie eventuell herunterfallen und kaputtgehen. Übernehmen stattdessen Angestellte das Heben der schweren Werkstücke, kann es schnell passieren, dass diese fallengelassen werden. Eine hohe Arbeitseffizienz, vorbildliche Arbeitsbedingungen und bestmögliche Sicherheitsstandards sprechen also für die Anschaffung von Lastenhebesystemen.

Vakuumheber

Vakuumheber gibt es in verschiedenen Ausführungen für eine Vielzahl von Anwendungen, bei denen das Heben von schweren Lasten eine Rolle spielt. Ob für den Transport schwerer Güter von einem Produktionsabschnitt in den nächsten, zum Verladen von Fässern und Paletten oder zum Verlegen schwerer Platten aus Marmor, Beton oder Stein: Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und lassen sich an den individuellen Bedarf anpassen. Die einfach zu bedienenden Hebegeräte sind deshalb aus vielen industriellen Betrieben nicht mehr wegzudenken. Überall dort, wo schwere Teile gehoben, gewendet oder gedreht werden müssen, zum Beispiel auch in der Automobilfertigung oder in der Luft- und Raumfahrttechnik, werden Vakuumheber genutzt. Das Funktionsprinzip solcher Geräte ist ziemlich simpel und entspricht einem starken Saugnapf: Es wird ein Unterdruck bzw. Vakuum erzeugt, sodass sich auch schwere Güter sicher heben lassen. Wie stark die Hebekraft des Geräts genau ist, hängt u.a. davon ab, wie groß der Saugfuß des Saughebers ist. Bei sehr schweren Gütern kommen Hebeanlagen mit einer besonders großen Fläche zum Einsatz, die über eine Vakuumpumpe verfügen. Für den Transport schwerer Lasten sind mobile Vakuumheber ideal, die sich mit Flurförderfahrzeugen wie Gabelstaplern nutzen lassen.

Kettenzüge / Seilzüge

Auch Kettenzüge und Seilzüge sind bewährte technische Hilfsmittel zum Heben schwerer Lasten. Seilzüge kommen bei nicht allzu schweren Belastungen bis etwa 100 kg zum Einsatz, zum Beispiel beim Heben von Fässern, Eimern oder Kartons. Bei schwereren Gütern mit einem Gewicht von mehreren hundert Kilogramm sind hingegen Kettenzüge das Mittel der Wahl. Für eine maximale Flexibilität bzw. einen großen Bewegungsradius bei der Arbeit lassen sich Ketten- und Seilzüge sowie auch Vakuumheber mit Kransystemen kombinieren.

Worauf bei der Anschaffung eines Lastenhebesystems zu achten ist

Ein Lastenhebesystem sollte für verschiedene Güter nutzbar sein und sich dementsprechend schnell und leicht mit unterschiedlichen Aufnahmevorrichtungen wie Haken, Klemmgreifern oder Saughebern bestücken lassen. Für eine hohe Flexibilität bei der Arbeit muss ein Lastenhebesystem mit Kransystemen kompatibel sein. Wichtig ist zudem eine hohe Bedienungsfreundlichkeit. Weil unterschiedlich große Menschen mit den gehobenen Lasten arbeiten, muss sich die Schwebehöhe anpassen lassen. Höchstes Augenmerk muss der Hersteller eines solchen Systems auf den Sicherheitsaspekt legen. Schwere Lasten dürfen natürlich keinesfalls plötzlich herunterfallen – auch nicht, wenn unvorhergesehen der Strom ausfällt. Deshalb müssen die Hersteller verschiedene Sicherheitstechniken einbauen, die so etwas verhindern.

Organisatorische Maßnahmen gegen die Risiken beim Heben schwerer Lasten 

Neben technischen Hilfsmitteln, die den Umgang mit schweren Lasten erleichtern, gibt es auch einige organisatorische Maßnahmen, die alternativ oder ergänzend eingesetzt werden sollten, um Gesundheitsgefahren für die Angestellten zu vermeiden. Dazu sollte eine Unterweisung in ergonomisch günstigen Körperhaltungen gehören. Dabei lernen die Angestellten schwere Lasten auf schonende Art zu heben, indem sie sich nah vor das entsprechende Werkstück stellen, den Rücken beim Bücken gerade halten und die Knie beugen. Anschließend wird das Werkstück nah am Körper angehoben. Betriebe sollten Ihre Angestellten außerdem dazu anhalten, dass sie schwere Güter, wenn möglich, immer zu zweit anheben. Das ist für den Einzelnen deutlich angenehmer und es reduziert die Gefahr, dass ein Werkstück fallengelassen wird. Auch eine durchdachte Anlegung der Arbeitswege kann viel ausmachen – achten Sie darauf, dass schwere Güter nur über kurze Strecken transportiert werden müssen. Schließlich müssen Betriebe ihren Angestellten zum Heben schwerer Lasten auch die notwendigen Arbeitsmittel zur Verfügung stellen. Dazu gehören Arbeitsschuhe und Handschuhe.

Weitere geeignete Maßnahmen für eine Entlastung durch Heben, Halten und Tragen hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zusammengestellt. In ihrem eigenen Interesse und im Interesse der Angestellten sollten Betriebe sich mit diesem Thema ausreichend befassen. Wichtig ist es dabei auch, sich auf seinen gesunden Menschenverstand zu verlassen. So dürfen gesundheitlich vorbelastete Angestellte oder besonders schutzbedürftige Personengruppen am besten gar nicht in die Lage geraten, schwere Lasten heben zu müssen.

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