Linde Elektro-Stapler feiert Premiere


E – neu definiert

Schien es bisher undenkbar, mit einem Elektrostapler in den Leistungsbereich eines Dieselstaplers vorzudringen, soll dies nun Realität werden: Mit dem neuen Elektrostapler Linde E12 bis E20 in der Tragkraftklasse von 1,2 bis 2,0 Tonnen.

Um das Ziel „mehr Leistung bei geringerem Energieverbrauch“ zu erreichen, entschieden sich die Entwicklungsingenieure von Linde für ein komplett neues Fahrzeugkonzept. Rund 80 Prozent des Fahrzeugs wurden neu konstruiert. Zu den besonderen Highlights zählt ein neuartiges Energiemanagement mit exakter Batterie-Entladeanzeige, integriertem Ladegerät und insgesamt fünf Optionen für den Batteriewechsel. Eine weitere ingenieurtechnische Meisterleistung manifestiert sich in der wartungsfreien, gekapselten Antriebsachse, die alle wesentlichen Komponenten wie Leistungsteile, Fahrmotoren und Hubmotoren integriert. Bis zu 20 Prozent Energieeinsparung gegenüber dem Vorgängermodell stellt Linde den Anwendern in Aussicht.

 
 
 

Hinzu kommen neue Konstruktionselemente, die  bereits bei der Dieselstaplerbaureihe 39x für Aufsehen gesorgt hatten: der ProtectorFrame mit obenliegenden Neigezylindern, die Stoss-Abkopplung der Achse oder der komfortable, geräumige Fahrerarbeitsplatz mit intuitiver Ansteuerung der Hubmastfunktionen (Linde Load Control). 

Neu ist zudem der „Linde Driver Assistant“, der bei Kurvenfahrten die Fahrgeschwindigkeit proportional verringert. 
Auch hinsichtlich der verfügbaren Modellvarianten hat Linde aufgestockt. Insgesamt 15 verschiedene Typen stehen serienmäßig im Produktkatalog und bieten ein passgenaues Fahrzeug für den leichten, sporadischen Halleneinsatz ebenso wie für den Mehrschichteinsatz unter höchsten Belastungen. Neben fünf verschiedenen Traglasten, können die Betreiber zwischen unterschiedlichen Batteriekapazitäten, niedrigen und hohen Fahrzeugen, verschiedenen Leistungsvarianten sowie Drehschemel und Kombiachse wählen. Bedarfsorientiert erhält jeder Kunde die Fahrzeugkombination, die er tatsächlich benötigt.

Wie sich die Summe aller Technik-Innovationen auf die Leistung der Fahrzeuge auswirkt, zeigt sich unter anderem an der Höchstgeschwindigkeit, die mit 20 km/h für die Vierrad-Modelle sehr hoch ausfällt. Hinzu kommen um 20 Prozent höhere Hubgeschwindigkeiten. „Eine vergleichbar hohe Umschlagleistung bei derart geringem Energieverbrauch erreicht zur Zeit kein anderes Fahrzeug dieser Klasse“, verspricht Harald Wozniak, Leiter Internationales Marketing bei Linde Material Handling, Deutschland.



Weniger Energie ist mehr

Möglichst wenig Energie verbrauchen, die Energie komplett nutzen und die Batterie schnell laden und einfach ersetzen zu können, das waren die Entwicklungsziele. Erreicht wurde dies erstens mit einer exakten Entladeanzeige für die Batterie. Über ein großes Display direkt am Arbeitsplatz liest der Fahrer ab, wie viel Energie noch vorhanden ist und wie lange er mit dem Stapler noch arbeiten kann. Technisch erreicht man die exakte Messung des Ladezustands mit einem patentierten Messverfahren, bei dem eine entsprechende Sensorik über das Motormanagement sowohl Spannungs- als auch Stromparameter erfasst und interpretiert. Das genaue Wissen über die Batterie erlaubt dabei nicht nur, die Energiereserven optimal auszunutzen, sondern auch die Lebensdauer der Batterie zu verlängern  und damit die Betriebskosten zu senken. Wer den gesamten Lebenszyklus der Batterie aufzeichnen will, kann das optionale Batteriedatenmanagementsystem ordern. Schädliche Tiefentladungen der Batterie vermeidet eine elektronische Schaltung, die ab einer Restkapazität von unter 20 Prozent bestimmte Funktionen des Staplers einschränkt, beispielsweise die Fahrgeschwindigkeit. 

 
 
 

Einmalig in Europa: der Onboard Lader
Weiterer Bestandteil des Energie Management Systems ist das auf dem europäischen Markt bislang einmalige integrierte Ladegerät. Diese Sonderausstattung ist in das Gegengewicht integriert und exakt auf die eingesetzte Fahrzeugbatterie abgestimmt. Ein Temperatursensor sorgt dafür, dass die Batterie schonend geladen wird, was sich positiv auf ihre Lebensdauer auswirkt. Dank des hohen Wirkungsgrades der Hochfrequenztechnik geht das Laden der Batterie nicht nur schnell von statten, sondern führt zu  deutlichen Energieeinsparungen. 
Ein weiterer Vorteil des Hochfrequenz-Ladegerätes ist die dadurch erreichte Flexibilität. So kann der Staplerfahrer die Batterie seines Staplers jederzeit an der Steckdose laden bzw. zwischenladen. Zur Unabhängigkeit von festen Ladestationen kommt der Vorteil, dass Bedienungsfehler durch die Wahl eines falschen oder ungeeigneten Ladegerätes ausgeschlossen sind.

Betreiber, deren Einsätze einen Batteriewechsel erfordern, profitieren  von einer Vielzahl an Möglichkeiten, die Batterie schnell und einfach durch Öffnen der robusten Batterietüre seitlich auszutauschen: über eine unter der Batterie angebrachte Rollenbahn, einen Handhubwagen oder mittels eines Staplers mit einen Zinkenschuh bzw. eine Hängevorrichtung oder einen C-Haken, der an einem Kran befestigt ist und die Batterie seitlich nach oben heraushebt. 

Schnell und sparsam: der Kompaktantrieb
Bei der Antriebstechnik setzt Linde auf einen Kompaktantrieb mit zwei separaten, wartungsfreien Drehstrommotoren. Neben den Fahrmotoren sind auch die Hubmotoren und die Leistungsteile der Staplersteuerung in die Achse integriert. Vorteil: die kürzeren Zuleitungen reduzieren Energieverluste und sorgen für eine hervorragende elektromagnetische Verträglichkeit. Um auch bei hohen Umgebungstemperaturen höchste Fahr- und Hubleistungen erbringen zu können, verfügt die Achse über ein innovatives Kühlsystem mit insgesamt vier Kühlmotoren, die bedarfsgesteuert arbeiten und einer Leistungsreduzierung sicher vorbeugen.

Da jeder Einsatz von Elektronik Fehlerquellen birgt, setzt Linde auch bei dem neuen Elektro-Stapler auf redundante Systeme. Alle sicherheitsrelevanten elektronischen Bauteile sind doppelt ausgeführt, die entsprechenden elektrischen Signale werden zweifach übertragen. Die Mikroprozessoren überwachen sich dabei gegenseitig. 



Robuste Fahrzeugkonstruktion
Wie bei den Dieselstaplern 39x bilden bei dem neuen Elektro-Stapler Fahrerschutzdach und Rahmen eine hochstabile Einheit, den Protector Frame, und sind die Neigezylinder oben am Dach montiert. Die dadurch erreichte höhere Stabilität des Hubmastes erlaubt schlankere Hubmastprofile, die beim Fahrer eine bessere Sicht und mehr Sicherheit beim Stapeln bieten. 

Die Kompaktachse ist über eine wartungsfreie, elastische Lagerung vom Rahmen abgekoppelt, während der Hubmast fest mit der Antriebseinheit verbunden ist. Die Kräfte des Hubmastes werden nicht in das Chassis, sondern über die Antriebsachse direkt auf die Räder abgeleitet. Auch Geräusche und Vibrationen der Motoren und des Hydraulikantriebs erreichen den Fahrer nicht. Auf diese Weise wird ein Fahrkomfort erreicht, wie man ihn bei Elektrostaplern bislang nicht kannte.

Bewährt und optimiert: die Ergonomie 
Gutes noch besser zu machen hieß die Devise bei der Konzeption des Fahrerarbeitsplatzes. Mit einem niedrigeren Einstieg, mehr Kopffreiheit, einem vergrößerten Fußraum und der breiteren Kabine wurde dies ebenso erreicht wie mit intuitiv gestalteten Bedienelementen, Komfortsitz oder Ausstattungsoptionen wie Heizung und Radio. In allen Modellen kommt die elektronische Ansteuerung des Hubmastes, Linde Load Control, zum Einsatz, die über leichtgängigen Steuerhebel eine feinfühlige, hochpräzise Betätigung aller Hubmastfunktionen erlaubt.



Martin Hötzendorfer 
Linde Fördertechnik GmbH
Franzosenhausweg 35
A – 4030 Linz
Telefon: 050/3895 1 – 0
Telefax: 050/3895 1 – 100
E-Mail: martin.hoetzendorfer@linde-mh.at

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