Maasvlakte Zuid: Baustart für neuen Rangierbahnhof
Bei einem feierlichen Treffen auf der Maasvlakte haben die Port of Rotterdam Authority, ProRail und Swietelsky Rail Benelux die Realisierung des neuen Rangierbahnhofs Maasvlakte Zuid (EMZ) gestartet. Die erste Projektphase umfasst den Bau eines ersten Bündels von sechs Gleisen, die für 740 Meter lange Züge ausgelegt sind, sowie mehrere Anschlüsse an die bestehende Eisenbahninfrastruktur.
Das zweite Gleisbündel wird Mitte 2027 in Betrieb genommen. Die weiteren drei Gleisbündel folgen schrittweise und abhängig von den Prognosen für den Schienengüterverkehr nach 2027. Der Bau des EMZ ist notwendig, um das Wachstum des Schienengüterverkehrs von der Maasvlakte in das europäische Hinterland zu ermöglichen.
Der Containerumschlag im Rotterdamer Hafen wird Prognosen zufolge in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Um den stetig wachsenden Aufkommen weiterhin reibungslos ins Hinterland zu transportieren, investieren die Port of Rotterdam Authority, ProRail und das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft in eine nachhaltige und leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Der Rangierbahnhof Maasvlakte Zuid bietet Platz für Güterzüge mit einer Länge von bis zu 740 Metern – deutlich mehr als die derzeitige Standardlänge von rund 600 Metern. Die längeren Züge ermöglichen es, mehr Container pro Fahrt zu transportieren. Das bedeutet weniger Zugbewegungen, geringere Emissionen und niedrigere Kosten pro Tonne Fracht.
Bis 2040 ist eine Reihe von Infrastrukturprojekten geplant, die die Anbindung der Maasvlakte an das Schienennetz verbessern sollen. Die Gesamtentwicklung umfasst neben dem Bau des neuen Rangierbahnhofs mit bis zu vier Bündeln von jeweils sechs Gleisen auch die Elektrifizierung des Verteilerdreiecks und der Außenkontur, die Anpassung der C2-Kurve sowie die Einrichtung von zwei Durchgangsgleisen.
ProRail und die Port of Rotterdam Authority engagieren sich konsequent für eine solide Bahnanbindung des Hinterlands. So können mehr Container von der Straße auf die Schiene verlagert werden – das entlastet die Straßen und bietet bei Niedrigwasser eine verlässliche Alternative zur Binnenschifffahrt.
Quelle: OEVZ



