Neue Strategie für Österreich als Logistikstandort
Eine neue Logistikstandortstrategie soll den Wirtschaftsstandort Österreich gezielt stärken. Entwickelt wird sie vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) gemeinsam mit Fachleuten, den Sozialpartnerorganisationen und Interessenvertretenden aus der Branche.
Der Prozess startet mit einer breiten Beteiligung des Logistiksektors. Dabei können Unternehmen, Verbände und Fachleute Vorschläge einbringen, die anschließend von einem Begleitgremium geprüft und weiterentwickelt werden.
Nach der offiziellen Vorstellung im Juni 2026 folgt der Umsetzungsprozess der Logistikstandortstrategie. Die zuvor definierten Maßnahmen werden Schritt für Schritt vom BMIMI gemeinsam mit der Logistikbranche umgesetzt.
Die Logistikstandortstrategie stützt sich auf zehn klar definierte Themenfelder, die den Kern der Methodik bilden. Sie umfassen ein breites Spektrum – von Ausbildung, Digitalisierung über Innovation bis zu Wertschöpfung und Sicherheit.
Damit ist sichergestellt, dass die Strategie nicht nur einzelne Aspekte beleuchtet, sondern den gesamten Logistiksektor in seiner Vielfalt abdeckt. „Gerade vor dem Hintergrund geopolitischer Entwicklungen wird Österreichs Logistik auch in den kommenden Jahrzehnten Höchstleistungen erbringen müssen“, betont Minister Peter Hanke.
Der Zentralverband Spedition & Logistik (ZV) bewertet die Aussagen des Ressortchefs als positives Signal. Aus Sicht der Branche sei das ein wichtiger inhaltlicher Schritt und eine tragfähige Grundlage für die weitere politische und operative Ausgestaltung des Logistikstandorts Österreich.
„Damit ist klar festgehalten, dass industrielle Entwicklung, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit ohne leistungsfähige Logistik nicht möglich sind“, betont Alexander Friesz, Präsident des Zentralverbands Spedition & Logistik. Jetzt gehe es darum, aus den Zielsetzungen konkrete Projekte, Prioritäten und Zeitpläne abzuleiten und diese rasch in Umsetzung zu bringen.
www.bmimi.gv.at, www.spediteure-logistik.at
Quelle: OEVZ


