Niceshops und Schauperl starten vollelektrische Fernverkehrsverbindung
Erste tägliche E-LKW-Route über 1.000 Kilometer setzt ein starkes Zeichen für klimafreundlichen Pakettransport – Ausbau der Ladeinfrastruktur und weitere Elektrifizierungsprojekte geplant.
Anlässlich des Weltumwelttags am 5. Juni setzen das E-Commerce-Unternehmen niceshops und Schauperl Logistics ein klares Zeichen für nachhaltige Pakettransporte: Gemeinsam betreiben sie die erste vollelektrische Verbindung zu einem internationalen Paket-Verteilzentrum. Die tägliche Gesamtstrecke von rund 1.000 Kilometern zum und vom deutschen Paket-Verteilzentrum in Regensburg zählt damit zu den wenigen internationalen Fernverkehrsrouten, die komplett mit E-LKWs abgewickelt werden.
Strategischer Hebel gegen CO2-Emissionen
Als international agierendes E-Commerce-Unternehmen trägt niceshops Verantwortung für seine Umweltbilanz. Seit 2018 berechnet das Unternehmen jährlich seinen CO2-Fußabdruck und identifiziert gezielt Maßnahmen zur Emissionsreduktion. Während am Hauptstandort in Saaz bereits umfangreiche Umweltmaßnahmen umgesetzt wurden, fokussiert sich niceshops nun auf die Transporte zu internationalen Verteilzentren als nächsten wichtigen Schritt. Die Partnerschaft mit Schauperl Logistics, einem erfahrenen Logistikdienstleister mit starkem Engagement in der E-Mobilität, ist dabei ein entscheidender Baustein.
Roland Fink, Gründer von niceshops, betont: „Die Transporte zu unseren Verteilzentren sind ein wesentlicher Hebel, um Emissionen zu reduzieren. Mit Schauperl Logistics haben wir einen Partner gefunden, der bereit ist, diesen Weg gemeinsam mit uns umzusetzen.“
Die Herausforderung der Langstrecke meistern
E-LKWs werden bislang vor allem im regionalen Verteilerverkehr eingesetzt. Die tägliche Strecke von rund 1.000 Kilometern vom Logistikzentrum in Saaz über Straubing nach Regensburg und zurück erfordert daher durchdachte Lösungen. Über einen Partner wurde das Zwischenladen entlang der Strecke organisiert, um die Reichweite der E-LKWs sicherzustellen.
Schauperl Transporte setzt aktuell fünf elektrische Schwerlast-LKWs mit Batteriekapazitäten von jeweils 600 kWh und Reichweiten von über 500 Kilometern ein. Ergänzt wird die Infrastruktur durch einen firmeneigenen 1,3-Megawattstunden-Batteriespeicher mit intelligenter Ladesteuerung am Standort in Feldbach.

Gerhard Schauperl, Geschäftsführer von Schauperl Logistics, erklärt: „Der Betrieb von E-LKWs auf langen Strecken ist derzeit noch mit großem organisatorischem Aufwand verbunden. Deshalb investieren wir gezielt in eigene Speicher- und Ladeinfrastruktur.“
Ausbau der Ladeinfrastruktur bei niceshops
Auch am Standort von niceshops in Saaz wird die Ladeinfrastruktur kräftig ausgebaut. Derzeit stehen dort 30 Ladestationen zur Verfügung, die größtenteils mit Strom aus der unternehmenseigenen Photovoltaikanlage betrieben werden. Noch im laufenden Jahr sollen bis zu 20 weitere Ladepunkte installiert werden. Zudem prüft das Unternehmen die Errichtung eines Batteriespeichers.
Zukunftsperspektiven
Beide Unternehmen sehen das Projekt als wichtigen Meilenstein, um Erfahrungen mit elektrischen Transportlösungen im internationalen Güterverkehr zu sammeln. Ziel ist es, die vollelektrisch betriebenen Linien zu internationalen Verteilzentren weiter auszubauen und so einen nachhaltigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen im Paketfernverkehr zu leisten.
Mit diesem innovativen Vorhaben zeigen niceshops und Schauperl Logistics, wie Elektromobilität auch im anspruchsvollen internationalen Fernverkehr erfolgreich eingesetzt werden kann – ein starkes Signal für mehr Nachhaltigkeit in der Logistikbranche. (RED)



