Nürnberg – Regensburg: Baustart für die Generalsanierung
Die DB InfraGO beginnt mit der Generalsanierung der wichtigen Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg. Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Ulrich Lange, und der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter haben am Freitag in Neumarkt (Oberpfalz) auf einer der rund 60 Baustelleneinrichtungsflächen das offizielle Startsignal gegeben.
„Wir erneuern Gleise, Weichen, Leit- und Sicherungstechnik sowie Oberleitung in großem Umfang. Auch die 20 Bahnhöfe entlang der Strecke packen wir an. Die Generalsanierung sorgt dafür, dass die Infrastruktur auf unseren hoch belasteten Strecken robuster wird und der Zugverkehr deutlich störungsfreier durch Deutschland rollen kann“, erläuterte Gerd-Dietrich Bolte.
Die rund 88 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg gehört mit über 350 Zügen täglich zu den verkehrsreichsten Verbindungen in Bayern. Die Strecke ist Bestandteil der europäischen Verkehrsachse Rhein-Donau und gleichzeitig ein überaus wichtiger Baustein der Bahnverkehre von und nach Österreich. Sie gilt als hochbelastet, die Infrastruktur ist teilweise veraltet und sehr störanfällig.
Während der Sanierung werden die pünktlichkeitsrelevanten Gewerke wie Gleise und Oberleitungen umfangreich erneuert. Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die Bahnstrecke langfristig widerstandsfähiger und stabiler zu machen. Störungen und Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren.
Dafür setzt die DB InfraGO zwischen Nürnberg und Regensburg – nach Abschluss aller Detailplanungen – auf die Erneuerung oder umfassende Instandhaltung von 96 Kilometern Gleise, 74 Weichen und 81 Kilometern Oberleitung inklusive Fahrdraht, Maste, Gründungen und Verstärkerleitung. Für mehr Flexibilität bei Störungen auf der Strecke entstehen zwei zusätzliche Weichenverbindungen (Überleitstellen), eine weitere wird baulich vorbereitet.
Hinzu kommt die Sanierung der Bahndämme bei Deining und Pölling sowie einer Brücke bei Burgthann. Die Leit- und Sicherungstechnik wird modernisiert und der Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Die Innenanlagen von acht Stellwerken werden dafür erneuert.
Während der Bauarbeiten vom 6. Februar (21 Uhr) bis 10. Juli ist auf der Strecke kein Zugverkehr möglich.
Im Fern- und Güterverkehr wird bis 13. Juni ein Teil der Züge zwischen Nürnberg und Regensburg über Ingolstadt und die Donautalbahn umgeleitet. Für Fahrten zwischen Deutschland und Österreich stehen zudem Umleitungen über Salzburg zur Verfügung.
Quelle: OEVZ



