Österreichs Spediteure drängen auf attraktive Gestaltung der Bahnlogistik

Das Angebot der Rollenden Landstraße und des Containertransportes auf der Schiene müsse besser auf die Bedürfnisse der Transportbranche abgestimmt und flexibler gestaltet werden, um die steigenden Mengen an Gütertransporten zumindest teilweise von der Straße auf die Schiene zu verlagern. „Eine damit verbundene, lange gehegte Forderung der Branche ist die Attraktivierung von multimodalen Güterterminals“, betont der Zentralverband Spedition & Logistik (ZV) in einer Aussendung im Vorfeld des heutigen Transit-Gipfels in Berlin.

Nur wenn die Modalitäten beim Warentransport ohne großen Zeit- und Geldverlust gewechselt werden könnten, werde die Verlagerung auf andere Verkehrsträger auch nachhaltig funktionieren, heißt es in dem Schreiben. Alexander Friesz: „Wir benötigen zuerst Angebote, die wir alternativ zur Straße nutzen können. Fahrverbote lösen keine Probleme, sondern schaffen nur noch mehr Staus und Umweltbelastungen.“

Klar sei, dass Menschen und Umwelt so wenig wie möglich belastet werden dürften, gleichzeitig sei die Versorgungssicherheit mit Waren essentiell für die Menschen in Österreich. Dazu bedürfe es gemeinsamer Lösungen aller Beteiligten und keiner Alleingänge von einzelnen Bundesländern.

In diesem Zusammenhang hält es der ZV für zwingend notwendig, dass Österreich und hier vor allem die Tiroler Landesregierung, Deutschland und Italien einen gemeinsamen, konstruktiven Plan zur Lösung von Transitproblemen erarbeiten und dabei die Wirtschaft und deren Interessensvertreter miteinbeziehen. „Kurzfristige und punktuelle Maßnahmen wie Fahrverbote und Blockabfertigung bringen keine echten Lösungen, sondern nur Ärger und wirtschaftlichen Schaden“, hält Alexander Friesz fest.

Der freie Warenverkehr als Grundfreiheit der EU und zentraler Faktor des Wirtschaftsstandortes Österreich müsse gesichert werden, appelliert der Branchenverband. Eine stärkere Verlagerung von Warentransporten auf die Schiene wird von der Speditionswirtschaft grundsätzlich begrüßt. Dafür müsse man diese aber attraktiver als bisher gestalten.

So habe die Rollende Landstraße zwar Potential zur Entlastung der Straße, aber nur dann, wenn das Angebot der „RoLa“ verbessert und finanzielle Anreize gesetzt werden. Um eine nachhaltige Entlastung der Straßen zu erzielen, sollten die Politik unbedingt die betroffenen Wirtschaftsbranchen miteinbeziehen. „Vertreter des Landes Tirol, des Verkehrsministeriums, der Logistik- und Transportwirtschaft und der ÖBB müssen dazu rasch nachhaltige Konzepte erarbeiten“, so Oliver Wagner, Geschäftsführer des ZV Spedition & Logistik.

www.spediteure-logistik.at

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