Omikron: Handelsverband präsentiert Branchenempfehlungen, um Öffnung des Handels nachhaltig sicherzustellen.

Mit Blick auf die hochinfektiöse Omikron-Variante wird der stationäre Handel in Österreich alle Hebel in Bewegung setzen, um auch weiterhin ein sicheres Einkaufen sowie die Versorgungssicherheit der Bevölkerung zu garantieren.

Wiedereinführung der 10m2 pro Kunde-Regelung in Geschäften als Ultima Ratio.
Der Handel war und ist kein Corona-Hotspot, wie wissenschaftliche Studien klar belegen. Eine Kontaktreduktion im Handel trägt auch zu keiner Entlastung der Spitals- und Intensivkapazitäten bei. Daher darf künftig nicht mehr die Frage sein, ob der Handel offenbleibt, sondern nur, wie er offenbleibt. Um den Einkauf noch sicherer zu machen, wäre als gelindere Maßnahme zu einer Schließung etwa die Wiedereinführung der 10m² pro Kunde-Regelung als Ultima Ratio denkbar.

Stichprobenartigen 2G-Kontrolle erfolgreich.
Die ersten Einkaufstage nach dem harten Lockdown haben erneut gezeigt, dass stichprobenartigen Kontrolle für Ungeimpfte abschreckend genug sind – es wurden bei Anhaltungen de facto keine Menschen ohne Impfzertifikat angetroffen. Dennoch hat der Salzburger Landeshauptmann Haslauer gestern angekündigt, dass es ab Jänner eine 2G-Kontrollverpflichtung im Handel geben soll.

Intensivierung der Kontrollen maximal an der Kassa beim Checkout denkbar.

Rainer Will Handelsverband

Flächendeckende 2G-Kontrollen im Eingangsbereich der Geschäfte sind jedoch undenkbar. Die überwiegende Mehrheit der Menschen, die ein Geschäftslokal im Non-Food Handel betreten, gustieren nur und kaufen nicht. Eintrittskontrollen würden für viele geimpfte oder genesene Spontankäufer eine zu mühsame Eintrittsbarriere darstellen. Zudem müsste für Eingangskontrollen zusätzliches Personal eingesetzt werden, was sich die Händler angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage derzeit schichtweg nicht leisten können.

Eine Intensivierung der 2G-Kontrollen im Handel ist bei einer weiteren Ausbreitung von Omikron maximal an der Kassa denkbar. In diesem Fall würde sich zumindest der zusätzliche Personalbedarf in Grenzen halten“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

HV begrüßt Entschärfung der Quarantänevorgaben bei Omikron-Kontakt.
Entscheidend ist überdies ein rascher bundesweiter Ausbau der PCR-Testkapazitäten. Die heimischen Händler unterstützen hierbei bestmöglich. Der Handelsverband hatte seine Branchenempfehlungen bereits vergangene Woche an die Bundesregierung übermittelt und dabei auch eine Entschärfung der Quarantänevorgaben bei Omikron-Kontakt gefordert. Dies wurde mittlerweile erfreulicherweise vom Gesundheitsministerium umgesetzt: Ein Freitesten ist nun bereits am fünften Tag der Quarantäne möglich. Ansonsten beträgt die Quarantänedauer zehn Tage.

Rückfragen & Kontakt:
Handelsverband
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Pressesprecher
Tel.: +43 (1) 406 22 36 – 77
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Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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