Oskar de Bok sieht die Logistiker im Vorteil
Seit August bekleidet der Niederländer Oskar de Bok die Position als CEO von DHL Global Forwarding, Freight. Damit trägt er die Verantwortung für ein Logistikunternehmen mit 19,65 Mrd. EUR Umsatz im Jahr 2024.
Dessen weltweit 47.000 Mitarbeitende bewegen für über 250.000 Kunden rund 1,8 Mio. Tonnen Luftfracht und 3,3 Mio. TEU Seefracht per annum. Damit und mit den Dienstleistungen in den Segmenten Landverkehr und Zolllogistik zählt DHL Global Forwarding, Freight zu den führenden Anbietern in der Branche. Der Marktauftritt erfolgt mit einer Kombination aus starker lokaler Präsenz und globalen Instrumentarien zur Steuerung der Warenflüsse. Dabei wächst die Bedeutung der digitalen Tools bis hin zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Jedoch bleiben die Mitarbeitenden weiterhin ein entscheidender Faktor.
Die aktuellen geopolitischen Umwälzungen und Herausforderungen der US-Zollpolitik sieht das Top-Management von DHL Global Forwarding, Freight positiv. Internationale Speditionen beherrschten den Umgang mit Komplexität in den Lieferketten, waren sich Oskar de Bok und Amanda Rasmussen, Chief Commercial Officer des global tätigen Unternehmens, einig. Beide betonten die positiven Aspekte von weltweit standardisierten und zusehends stärker digitalisierten Zollprozessen. Damit könnten sich die stark international ausgerichteten Kunden viel Zeit und Geld sparen, betonten sie in einem Media Briefing. Vom Einsatz der Künstlichen Intelligenz erwarten sie sich Produktivitätssteigerungen und die Entlastung der Mitarbeitenden – speziell bei den sich laufend wiederholenden Arbeitsschritten.
DHL Global Forwarding, Freight beschäftigt weltweit circa 4.000 Zollspezialisten. Sie erledigen 85 Prozent der täglich rund 30.000 Zollabfertigungen. Eine starke Inhouse-Kompetenz besitzt das Unternehmen ferner im Vertical Pharma/Healthcare/Life Science. Hier könne man als einziger Anbieter in der Logistikbranche End-to-End-Lösungen mit eigenen Produkten, Terminals, Spezialfahrzeugen und Flugzeugen anbieten, hoben Oskar de Bok und Amanda Rasmussen hervor. Das sei ein wichtiger USP in dieser Wachstumsindustrie. Große Erwartungen setzt das Duo an der Spitze von DHL Global Forwarding, Freight auch in die Branchen E-Commerce, New Energy und Industrial Projects.
Geographisch richtet sich der Fokus auf 20 aufstrebende Märkte, darunter Mexiko, Brasilien, Südafrika, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Indien und Vietnam. Den globalen Kunden stellen Oskar de Bok und Amanda Rasmussen maßgeschneiderte globale Lösungen, den Ausbau der Expertise in den genannten und weiteren Verticals sowie die Entwicklung von alternativen Routings (Stichwort: Multi Shoring) in Aussicht. Darüber hinaus befinden sich digitale und emissionssenkende Innovationen in der Planung oder Umsetzung. Damit sind KI-Tools für mehr Transparenz und Compliance sowie Lösungen zur „Carbon Reduction“ gemeint. So könne und werde man sich von den Mitbewerbern abheben, sind Oskar de Bok und Amanda Rasmussen überzeugt.
Quelle: OEVZ



