Peter Hanke: Weiter Förderungen für emissionsfreie Nutzfahrzeuge
Bei einem Pressegespräch in Wien kündigte Verkehrsminister Peter Hanke weitere Maßnahmen zur Dekarbonisierung von Transporten mit österreichischen Nutzfahrzeugen an. Demnach stehen in den Jahren 2027 und 2028 insgesamt rund 300 Mio. EUR an Fördermitteln für E-Fahrzeuge aller Art (auch Pkw!) bereit.
Im Jahr 2025 wurden im Rahmen des E-Mobilitätsprogramms „eMOVE Austria“ zwei große Ausschreibungen für emissionsfreie Busse und Nutzfahrzeuge durchgeführt. Dabei gab es insgesamt 10 Förderzusagen für 199 Busse in Höhe von 84 Mio. EUR und 117 Förderzusagen für 1.061 Nutzfahrzeuge in Höhe von 76,6 Mio. EUR. Diese Projekte werden in den kommenden Jahren Schritt für Schritt verwirklicht.
Gleichzeitig bestehen ab 2027 neue Fördermöglichkeiten, insbesondere im Rahmen des österreichischen Klima-Sozialfonds. Damit wird die Förderung emissionsfreier Busse in mobilitätsarmen Regionen und der zugehörigen Infrastruktur sowie von emissionsfreien Nutzfahrzeugen für Kleinstunternehmen zielgerichtet weitergeführt.
Förderzusagen für Projekte im Rahmen von eBus (EBIN) und eTruck (ENIN) werden in den kommenden Jahren Schritt für Schritt umgesetzt und verwirklicht. Ein großer Teil der geförderten Fahrzeuge und Ladepunkte sind mittlerweile in Betrieb, weitere geförderte Projekte werden in den kommenden Monaten umgesetzt. Darüber hinaus gibt es weiterhin die Möglichkeit, sich über europäische Ausschreibungen im Rahmen von CEF/AFIF um Förderungen für Hochleistungsladeinfrastruktur zu bewerben.
Im Rahmen von ENIN wurden in den vergangenen 14 Ausschreibungen 6.450 Nutzfahrzeuge (N1, N2, N3 und Sonderfahrzeuge) und die dazugehörige Infrastruktur gefördert. Ein großer Teil davon (rund 4.000) ist bereits auf Österreichs Straßen unterwegs. Mehr als 2.000 weitere Fahrzeuge aus den genehmigten Projekten werden in den nächsten Monaten und Jahren auf Österreichs Straßen kommen.
Bei LADIN ist ein wesentlicher Teil der geförderten Ladeinfrastruktur bereits errichtet und in Betrieb. In unterversorgten Gebieten konnten damit neue (Schnell-)Ladepunkte geschaffen und bestehende Lücken in der Ladeinfrastruktur geschlossen werden. Die letzten geförderten Projekte befinden sich derzeit in Umsetzung.
Aktuell gibt es in Österreich schon beinahe 40.000 öffentliche Ladepunkte. Die Ultra-Schnellladepunkte (>150 kW) haben sich seit 2024 auf rund 5.000 mehr als verdoppelt. Damit sei die Wirkung dieser Förderprogramme im Rahmen von eMOVE Austria bereits zunehmend im Alltag sichtbar, betonte Peter Hanke vor der Presse.
Parallel zur Abarbeitung der bestehenden Programme werden bereits die nächsten Fördermöglichkeiten im Rahmen von eMOVE vorbereitet. Über den Klima-Sozialfonds der Europäischen Union sollen in Österreich zwei neue Förderprogramme auf den Weg gebracht werden, die insbesondere auf jene Bereiche abzielen, in denen die Umstellung auf emissionsfreie Mobilität mit besonderen Herausforderungen verbunden ist.
Mit ENKU KSF – Emissionsfreie Nutzfahrzeuge für Kleinstunternehmen Klima-Sozialfonds – (im Rahmen von eTruck) soll die Anschaffung emissionsfreier Nutzfahrzeuge einschließlich der dafür erforderlichen Ladeinfrastruktur unterstützt werden. Für das Programm stehen im Zeitraum des Klimasozialplans von 2027 bis 2032 insgesamt 20 Mio. EUR zur Verfügung. Der Fokus liegt dabei auf Kleinstunternehmen, für die die Umstellung ihrer Fahrzeuge und der Aufbau eigener Ladeinfrastruktur eine besondere finanzielle Herausforderung darstellen könnte.
Auch im Zuge von eBus entsteht ein zusätzliches Förderprogramm. Für EBIN KSF – Emissionsfreie Busse und Infrastruktur im Klimasozialfonds – werden aktuell die Fördercalls für das erste Halbjahr 2027 vorbereitet. Im Rahmen des Klimasozialplans sind Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 173 Millionen Euro vorgesehen, ebenfalls im Zeitraum von 2027 bis 2032. Der Schwerpunkt liegt dabei auf mobilitätsarmen Gebieten.
Quelle: OEVZ




