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Seefracht: Startet Hapag-Lloyd ein neues Preismodell?

18. Januar 2018 16:00

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Könnte es in der Seefracht-Logistik bald ein neues Preismodell nach Lufthansa-Vorbild geben? Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen findet die Idee des sogenannten  „Yield-Management“ durchaus umsetzbar.

In den letzten Jahren hatten Container-Reederein stark zu kämpfen. Zwar konnte Hapag-Lloyd mit seinen Unternehmenszahlen zuletzt punkten, doch vermeldete die Hamburger Reederei Rickmers, dass man einen Insolvenzantrag stellen müsse. Tendenziell lässt sich sagen, dass das Schlimmste zwar überstanden ist, die Seefracht-Logistik aber noch eine Zeit lang an der Krise zu knabbern haben wird.

Die Idee des Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen könnte nun neues Geld in die Kassen spülen. Das sogenannte „Yield-Management“, auch Ertragsmanagement genannt, ist ein Instrument zur simultanen und dynamischen Preis- und Kapazitätssteuerung und könnte die bisherigen Strukturen ablösen. „Falls wir eine bevorzugte Be- und Endladung von Containern anbieten“, sagte Habben Jansen laut dem Handelsblatt, „halte ich es für möglich, dass wir dafür von den Kunden eine Prämie bekommen.“

Zeitersparnis von bis zu sechs Tagen
Bisher ergibt sich der Containerpreis pro Schiffsladung anhand der Frachtrate. Diese ist selbst bei Megafrachtern, die gern mehr als 18.000 Container laden können, oft nahezu gleich hoch. Gerade die Masse der Container macht die Idee des Yield-Management interessant, denn der mögliche Zeitgewinn, für den die Kunden zahlen sollen, kann bis zu sechs Tage betragen. „Stahlboxen, die zuletzt an Bord kommen und damit als erste wieder entladen werden, sind sechs Tage schneller“, rechnet Habben Jansen vor. Diese langen Liegezeiten – drei Tage zum Beladen und drei weitere zum Löschen – wird durch die Größe der Schiffe bestimmt, denn diese können bis zu 22.000 Boxen laden.

Hapag-Lloyd ist das aber nicht genug. Neben der Entwicklung einer brauchbaren IT-Lösung für das Laufzeiten-Management will man das „festgezurrte Beförderungsmodell“ ändern. Geht es nach den Wünschen von Jansen, sollen keine festen Stellplätze auf den Schiffen mehr gebucht werden, sondern nur noch ein Containertransport zwischen festgelegten Häfen zu einer gewünschten Geschwindigkeit.

Quelle: Logistik-watchblog

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