Studie „Challenges 2022“: Erst jedes dritte Unternehmen ist gut auf das neue Lieferkettengesetz vorbereitet

Ob durch die Corona-Pandemie oder ein im Suezkanal havariertes Container-Schiff: „Die vergangenen beiden Jahre haben gezeigt, wie anfällig die Lieferketten im Welthandel für unvorhergesehene Ereignisse sind“, sagt Andreas Müller, Senior Vice President bei Aras. Doch lange Lieferzeiten, Engpässe und steigende Rohstoffpreise haben das Problembewusstsein in vielen Unternehmen geschärft. Drei Viertel der befragten Entscheider halten die Anforderungen an die Supply Chain für eine der wichtigsten Herausforderungen ihres Unternehmens in diesem Jahr. Insbesondere auch im Hinblick auf das Lieferkettengesetz.

Ab 2023: Neue Sorgfaltspflichten entlang der Supply Chain.
„Jahrelang waren die weltweiten Beschaffungswege auf Effizienz getrimmt. Beim Durchleuchten der Supply Chain erkennen viele Unternehmen jetzt, dass sie im Hinblick auf Resilienz und Nachhaltigkeit hinterfragt werden müssen“, so Müller weiter. Die Hälfte der Unternehmen plant zwar, künftig bei der Auswahl der Produktionsstandorte auf die Nähe zum Absatzmarkt zu achten. Doch das Lieferkettengesetz zwingt sie, zunächst verstärkt ihren Sorgfaltspflichten entlang ihrer aktuellen Supply Chain nachzukommen.

Ab 2023 sollen zunächst Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern sicherstellen, dass ihre internationalen Lieferanten die Menschenrechte beachten, sich an die Arbeitssicherheit halten und Auflagen des Umweltschutzes erfüllen. Ein Jahr später folgen dann auch Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern.

Lieferkettengesetz: Risikomanagement zur Gefahrenerkennung.
„Um die Anforderungen des Lieferkettengesetzes in ihre Prozesse zu integrieren, müssen Unternehmen eine Reihe von organisatorischen und technischen Maßnahmen umsetzen“, sagt Aras-Experte Müller. Doch für viele Befragte sind zu träge Prozesse im eigenen Unternehmen sowie veraltete IT-Systeme große Hürden bei der gesetzeskonformen Umsetzung. In zwei von drei Unternehmen gibt es daher klare Zweifel, ob man die Pflichten pünktlich erfüllen können wird.

„Die Vorbereitung auf das neue Gesetz dürfen Unternehmen nicht länger hinausschieben, um die Anforderungen des Lieferkettengesetzes noch rechtzeitig umsetzen zu können“, ist Andreas Müller sicher. „Was viele jetzt benötigen, ist ein Risikomanagement, um die menschenrechtlichen und umweltbezogenen Gefahren entlang der Supply Chain zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.“

Über die Studie „Challenges 2022“.
Für die Studie „Von Nachhaltigkeit bis Digitalisierung: Challenges 2022“ befragte die Produkt-Innovations-Plattform Aras im Dezember 2021 mehr als 130 Eigentümer und Top-Manager deutscher Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 100 Mio. Euro. Die Teilnehmer kamen vor allem aus den Branchen Automotive-Industrie, Aviation, Maschinenbau, der Medizintechnik sowie dem Chemie- und Pharma-Sektor.

Die Studie steht unter folgendem Link zum kostenlosen Download bereit: https://ots.de/LKh2k0

Über Aras:
Aras bietet die leistungsstärkste Low-Code-Plattform mit Anwendungen für die Entwicklung, Fertigung und den Betrieb komplexer Produkte. Die Technologie von Aras ermöglicht die schnelle Bereitstellung flexibler, erweiterbarer Lösungen, die die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. Die Plattform und die Anwendungen für das Product Lifecycle Management von Aras verbinden Anwender aller Disziplinen und Funktionen mit kritischen Produktdaten und -prozessen über den gesamten Lebenszyklus und die erweiterte Lieferkette hinweg. Airbus, Audi, DENSO, Honda, Kawasaki, Microsoft, Mitsubishi und Nissan nutzen die Plattform, um komplexe Änderungen und die Rückverfolgbarkeit zu steuern. Besuchen Sie www.aras.com, um mehr zu erfahren, und folgen Sie uns auf Twitter und LinkedIn.

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Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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