Volkswagen testet erstmals ferngesteuerte Lkw in Hessen
Vor Kurzem hat am Volkswagen-Standort in Kassel ein innovativer Test mit ferngesteuerten Lkw stattgefunden. Dabei kam eine Terminal-Zugmaschine vom Typ MAFI T 230 zum Einsatz, ausgestattet mit modernster Technologie.
Die Steuerung erfolgte vollständig aus einem Leitstand im Werk. Die Teststrecke umfasste sowohl das Firmengelände als auch öffentliche Straßen.
Partner von Volkswagen bei diesem Projekt sind die MIRA GmbH, ein Unternehmen der Rheinmetall AG, und die L.I.T. Speditions GmbH. MIRA entwickelt Technologien für ferngesteuerte Mobilität, während L.I.T. ihre Erfahrung im Logistikbereich einbringt.
Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Technologie vom Pilotprojekt in die industrielle Nutzung zu bringen. Dieses Vorhaben ist das erste seiner Art in Hessen, wobei Volkswagen die neue Straßenverkehr-Fernlenk-Verordnung für ferngesteuerte Fahrzeuge nutzt.
Für den Konzern ist das Pilotprojekt ein konkreter Schritt zur Validierung neuer Technologien unter realen Bedingungen in der Werkslogistik. Die ferngesteuerten Shuttleverkehre bieten die Möglichkeit, Automatisierungs- und Digitalisierungsansätze in der Intralogistik zu evaluieren. Ziel ist es, Erkenntnisse für einen möglichen Dauerbetrieb und eine potentielle Skalierung auf weitere Unternehmensstandorte zu gewinnen.
Der Test dient auch dazu, neue Lösungen für steigende Transportkosten und den Fachkräftemangel zu erproben. Durch die Fernsteuerung können Fahrzeuge effizienter und flexibler betrieben werden. Zudem bietet das Projekt Chancen für inklusive Arbeitsgestaltung, indem auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen aus dem Leitstand heraus arbeiten könnten.
Quelle: OEVZ




