Vom Nebenjob zum Unternehmen: Wie Österreichs Generation Z den E-Commerce als Sprungbrett nutzt
Die Ergebnisse basieren auf der eBay Entrepreneurship Survey, durchgeführt im Jänner 2026 mit 531 Personen zwischen 18 und 64 Jahren in Österreich. Ziel war es, Einstellungen zu Selbstständigkeit, Nebenbeschäftigungen und digitalen Vertriebswegen zu erfassen.
In Österreich wächst der Wunsch nach Selbstständigkeit – besonders bei jungen Menschen. Laut der aktuellen eBay Entrepreneurship Survey Österreich träumen fast die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen davon, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Doch der Weg in die Selbstständigkeit ist oft mit Unsicherheiten und finanziellen Hürden gepflastert. Die gute Nachricht: Immer mehr junge Gründer:innen sehen im E-Commerce und insbesondere im Aufbau eines Nebenerwerbs („Side Hustle“) eine risikoärmere und flexible Möglichkeit, ihre Geschäftsideen zu verwirklichen.
Unternehmertum als flexible Nebenbeschäftigung
Während klassische Unternehmensgründungen häufig als Vollzeitkarriere verstanden werden, zeigt die Umfrage einen klaren Trend zu flexiblen Modellen: 60 Prozent der Befragten würden ein Kleinunternehmen neben ihrem Hauptjob gründen, bei der Generation Z sind es sogar 63 Prozent. Für viele ist das zusätzliche Einkommen der Hauptantrieb, aber auch die Möglichkeit, Geschäftsideen zu testen, bevor sie den Schritt in die Vollzeit-Selbstständigkeit wagen.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Herausforderungen wider: 35 Prozent der Befragten sehen fehlende finanzielle Mittel als größte Hürde, während viele jüngere Gründer zudem unsicher sind, wie sie überhaupt starten sollen. Niedrige Einstiegshürden und geringe Anfangskosten sind daher entscheidende Motivatoren – 39 Prozent wünschen sich genau das.
Digital First: Online-Marktplätze als Türöffner
Die Digitalisierung spielt eine zentrale Rolle bei der Unternehmensgründung. 30 Prozent der Befragten bevorzugen den Aufbau ihres Geschäfts über einen Online-Marktplatz, knapp gefolgt von 28 Prozent, die einen eigenen Webshop favorisieren. Online-Marktplätze wie eBay bieten damit einen besonders einfachen und schnellen Markteintritt.

Der internationale Verkauf über Online-Plattformen ist für viele Gründer:innen ein wichtiger Anreiz: 75 Prozent wissen, dass sie so Kunden weltweit erreichen können. Für 62 Prozent macht diese globale Reichweite die Gründung attraktiver – bei der Generation Z sind es sogar 68 Prozent. Gleichzeitig sehen viele Gründer:innen aber auch Herausforderungen, etwa in Form hoher Investitionen oder fehlendem Fachwissen. Hier bieten etablierte Marktplätze eine praxisnahe Unterstützung.
Chancen und Perspektiven für Österreichs Gründer
Die Umfrage zeigt ein klares Bild: Österreichs nächste Gründer:innen-Generation denkt groß, sucht aber nach realistischen und niederschwelligen Wegen, um überhaupt zu starten. Unternehmertum wird zunehmend als flexible Nebentätigkeit verstanden, die finanzielle Sicherheit und Wachstumsmöglichkeiten vereint.
Plattformen wie eBay spielen dabei eine Schlüsselrolle, indem sie Gründer:innen ermöglichen, ihre Ideen mit geringem Risiko zu testen, Kunden zu erreichen und ihr Geschäft Schritt für Schritt auszubauen – auch neben einem regulären Job.
Fazit: Der Trend zum Side Hustle im E-Commerce bietet eine vielversprechende Perspektive für alle, die den Traum von der Selbstständigkeit hegen, aber finanzielle und zeitliche Risiken scheuen. Mit digitalen Marktplätzen als Partner können Gründer in Österreich ihre unternehmerischen Visionen verwirklichen – flexibel, international und mit einem starken Netzwerk im Rücken. (RED)
LOGISTIK express Journal 3/2026 H&D – Handel & Distanzhandel



