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Warum eine Audio-Identität heute Pflicht ist

16. April 2018 09:54
Warum eine Audio-Identität heute Pflicht ist

Beitrag bequem vorlesen lassen:

Im Kampf um die Aufmerksamkeit und das Ohr der Zielgruppen wird es entscheidend sein, sich damit auseinanderzusetzen, wie die eigene Marke eigentlich klingt und wie sie auditiv wahrgenommen werden soll.

Ich sagte es schon: Die Audio-Revolution ist in vollem Gange! Oder anders formuliert: Beim Zugriff aufs Web ist Hören auf dem besten Weg, das neue Sehen zu werden. Denn die digitale Umwelt wird zunehmend akustisch. Für Marken und Unternehmen bringt das ganz neue Herausforderungen mit sich. Stichworte: Voice Interface, Voice Search, Screenless Shopping oder Conversational Commerce. Und damit die Frage: Was bedeutet diese grundlegende Veränderung für meine Marketing-Strategie?

Im Kampf um die Aufmerksamkeit und das Ohr der Zielgruppen wird es entscheidend sein, sich damit auseinanderzusetzen, wie die eigene Marke eigentlich klingt und wie sie auditiv wahrgenommen werden soll. Wer künftig im Auditiven Web wahrgenommen werden will, braucht eine unverwechselbare Audio Identity.

Welcome to the Zero Screen Era.
Die Dringlichkeit und die Bedeutung einer auditiven Branding-Strategie lässt sich auch in einer aktuellen Studie von Cap Gemini nachlesen. Denn insbesondere der Boom der Smartspeaker wird das Konsum- und Nutzungsverhalten im Netz gravierend beeinflussen: Schon heute würden weltweit rund ein Viertel (24 Prozent) der Befragten für die Interaktion im Web lieber einen Sprachassistenten als eine Website nutzen. In Deutschland ist der Trend noch weniger stark ausgeprägt, aber immerhin sieht es jeder Sechste (15 Prozent) ebenso.

In den nächsten drei Jahren wird sich dieser Anteil fast verdoppeln auf 27 Prozent. Noch schlägt sich diese Einstellung nicht unmittelbar im Konsumverhalten nieder: Deutsche Nutzer von Sprachassistenten wickeln derzeit nur zwei Prozent ihrer gesamten Konsumausgaben über Sprachassistenten ab. Doch die Studie geht davon aus, dass sich dieser Anteil in den nächsten drei Jahren exponentiell auf 13 Prozent erhöhen wird – auf Kosten von klassischem Handel (51 Prozent) und Webseiten (37 Prozent).

Tippen, Scrollen und Swipen war gestern.
Die Zeiten des Tippens, Scrollens und Swipens werden uns also in naher Zukunft schon wie von gestern vorkommen. Denn wir steuern zielsicher auf die Zero Screen Era zu. Dann wird es auf Suchanfragen keine Ergebnislisten mehr geben, sondern nur noch eine unüberhörbare Antwort. The winner takes it all. Eine echte Herausforderung für alle Online-Händler, im Hinblick auf Traffic und Umsätze. Und zugleich eine große Chance für neue Vermarktungsmodelle im Onlinehandel, wenn es gelingt, die Suche direkt auf der eigenen Plattform stattfinden zu lassen.

Dann wird es darauf ankommen, als Marke erkennbar zu sein, auch wenn der Konsument die Botschaften nur beiläufig und begleitend zu anderen Tätigkeiten wahrnimmt. So wie es für viele Audioinhalte typisch ist. Zudem wird es entscheidend sein, über einen eigenen, charakteristischen und unverwechselbaren Sound zu verfügen. So wie es lange Jahre wichtig war einen markentypischen Look zu besitzen. Und genau so, wie dieser Look mehr war, als nur ein wiederkehrendes Logo, ist auch eine funktionierende Audio Identity mehr als nur ein Soundlogo. Hier geht es um Sprache, Tonalität, Stimme, Klang und Sound.

Quelle: Internet-World

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