Wasserstoff-Lkw der nächsten Generation für Dachser
Dachser bringt als erstes Unternehmen weltweit den neuen Mercedes-Benz NextGenH2 Truck in den Praxiseinsatz. Ab Ende Dezember 2026 wird der Logistikdienstleister eine erste Sattelzugmaschine mit innovativer Flüssigwasserstoff-Technologie nutzen.
Zwei weitere baugleiche H2-Sattelzugmaschinen folgen dann bis Mitte 2027. Die Fahrzeuge sollen am Dachser Logistikzentrum Karlsruhe vor allem im Fernverkehr eingesetzt werden und dort ihre Stärken in Bezug auf Reichweite und Flexibilität unter Beweis stellen.
„Für den Fernverkehr brauchen wir in der Logistik leistungsfähige und effiziente Null-Emissions-Fahrzeuge, um Treibhausgase und Luftschadstoffe nachhaltig zu reduzieren und langfristig den Diesel-Lkw zu ersetzen“, sagt Stefan Hohm, Chief Development Officer (CDO) bei Dachser. Batterieelektrische Lkw hätten in den vergangenen Jahren große Entwicklungsschritte gemacht. Nach wie vor stelle allerdings die Netzanschlussleistung eine große Herausforderung dar.
Brennstoffzellen-Lkw mit Flüssigwasserstoff könnten in Zukunft die E-Lkw-Flotte bei Dachser ergänzen – insbesondere, wenn sehr hohe Reichweiten oder kurze Betankungszeiten benötigt werden. Stefan Holm: „Eine ausgereifte und wirtschaftliche Wasserstofftechnologie könnte logistische Anforderungen abdecken, die sich derzeit nur schwer mit batterieelektrischen Lkw realisieren lassen. Deshalb engagieren wir uns auch im Bereich Research & Development bei der Wasserstoffmobilität.“
Der Mercedes-Benz NextGenH2 Truck setzt auf eine Brennstoffzelle von cellcentric, die an Bord des Fahrzeugs aus Wasserstoff elektrische Energie erzeugt und so die Elektromotoren antreibt. Als Energieträger kommt Flüssigwasserstoff zum Einsatz, der gegenüber gasförmigem Wasserstoff eine höhere Energiedichte aufweist. Die Technologie ermöglicht Reichweiten von deutlich über 1.000 Kilometern bei hoher Nutzlast. Gleichzeitig lässt sich der Lkw innerhalb von 10 bis 15 Minuten betanken, was ihn für den Einsatz im Logistikalltag besonders geeignet macht.
Quelle: OEVZ




