Logistik findet Stadt

1. November 2018 13:58
Logistik findet Stadt

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Heimische Logistik-Unternehmen finden sich in einem immer unbeständigeren Umfeld wieder. Der digitale Wandel lässt neue Geschäftsmodelle entstehen und fordert bestehende Strukturen heraus. Neue Mobilitätskonzepte, Konnektivität und eine möglichst transparente Wertschöpfungskette stehen im Zentrum dieser disruptiven Entwicklungen.

Die Digitalisierung verschärft die Konkurrenzsituation unter den Logistikern und KEP-Dienstleistern. Allerorts werden die Kunden kritischer und anspruchsvoller. Auch Logistik-Marktplätze – im B2B-Bereich längst gang und gäbe – gewinnen am Endkundenmarkt an Relevanz.

Daten, Daten, Daten

Dank Big Data Analysen wissen viele Online-Händler heute schon sehr genau, was Kunden morgen mit hoher Wahrscheinlichkeit bestellen werden. Marktführer Amazon hält beispielsweise ein Patent für „Anticipatory Shipping“ und kann dank ausgefeilter Algorithmen seine Waren vorab in jene Lager verschiffen, in deren Ausliefer-Region sie mit großer Sicherheit bald bestellt werden.

Mit dem Einsatz von Drohnen und Mini-Coptern für die Paketzustellung experimentieren Amazon und Google ebenso wie DHL und die Österreichische Post bereits seit Jahren. Letztere sieht jedoch auf absehbare Zeit keine Chance für einen flächendeckenden Einsatz von Drohnen im Bereich der Massenzustellung, wie Vorstand Peter Umundum jüngst beim „Tag des Handels“ des Handelsverbandes bestätigt hat.

Auf dem Gebiet der fahrbaren 3D-Drucker ist ebenfalls Amazon international führend und verfügt über entsprechende Patente. Die Technologie ermöglicht es, bestellte Produkte erst während der Zustellung just in time anzufertigen – und am Zielort dem Kunden frisch gedruckt zu übergeben. Noch sind die entsprechenden 3D-Drucker zu empfindlich und zu teuer, Experten zufolge ist die Marktreife jedoch in den nächsten fünf bis zehn Jahren realistisch.

Autonome Lieferfahrzeuge revolutionieren die Zustellung

Hochwertige Logistik-Roboter sind mittlerweile so ausgereift, dass sie im Lager bedenkenlos neben menschlichen Arbeitern zum Einsatz kommen können. Der demografische Wandel und die damit einhergehende Überalterung der Belegschaft treibt den Trend zur Automatisierung zusätzlich an. Führende heimische Lebensmittelhändler profitieren von der Hightech-Lagerlogistik in ihren Zentrallagern, wo in den letzten Jahren verschiedenste innovative Systeme wie Dynamic Picking, OCP (Order Consolidation Puffer) oder nestbare Rollbehälter implementiert wurden.

Selbstfahrende Lieferfahrzeuge könnten die Zustellung in den kommenden Jahren ebenfalls revolutionieren. Automatisierte Lastwagen können 24/7 ohne Ruhezeiten und selbst bei schlechten Witterungsverhältnissen fahren, durch ihre optimierte Fahrweise das Unfallrisiko minimieren und dabei auch noch Treibstoffkosten sparen.

Gamechanger Distributed Ledger?

Ein weiteres spannendes Zukunftsthema, welches die Logistik-Branche wie auch den Handel radikal verändern könnte, ist die Blockchain. Die Distributed Ledger Technologie (DLT) ist nicht nur die Basis für Kryptowährungen wie Bitcoin, sie hat noch viel mehr zu bieten. Seien es Vertragsabschlüsse mit Zulieferern, Nachbestellungen von Komponenten, das Tracking von verschickten Produkten, die Durchführung von Lieferungen oder die Dokumentation von Qualitätskontrollen und Ursprungsnachweisen – überall könnte die Blockchain zum Einsatz kommen. Heute sind all diese Prozesse aufwändig und fehleranfällig, vor allem aufgrund inkompatibler Datenstrukturen in der Lieferkette, die Zahlungsströme bremsen. Das kostet den Unternehmen Zeit und Geld.

Die Blockchain kann diese Prozesse vereinfachen und lückenlos verfolgbar machen. Behörden und Zulieferbetriebe aus der Supply Chain könnten so auf einen transparenten Informationsstrom zugreifen und den Ursprung von Produkten und Rohstoffen jederzeit zurückverfolgen. Der weltgrößte Händler Walmart experimentiert auf dieser Basis seit Jahren im Bereich der unbemannten Lieferung und Zustellung, auch der russische E-Commerce-Gigant Ulmart hat entsprechende Pilotprojekte gestartet.

IBM und Maersk wiederum haben mit der TradeLens Blockchain eine globale Supply Chain Plattform gestartet, an der mittlerweile mehr als 90 Organisationen partizipieren, darunter mehr als 20 führende Häfen. TradeLens nutzt die IBM Blockchain-Technologie als Grundlage für digitale Lieferketten und ermöglicht mehreren Handelspartnern die Zusammenarbeit, ohne dabei die Vertraulichkeit und den Datenschutz zu gefährden. Reedereien, Spediteure, Hafen- und Terminalbetreiber, Binnentransport- und Zollbehörden können mit TradeLens effizienter durch einen Echtzeitzugriff auf Versanddaten und Versanddokumente interagieren – für die nötige Intelligenz im Hintergrund sorgen IoT- und Sensordaten von der Temperaturkontrolle bis zum Containergewicht.

Core Innovations for Retail

TECH DAY – der Name ist Programm: Einmal jährlich bietet der Handelsverband mit der Tech Day-Reihe das Neueste rund um technologiegetriebene Trends wie Chatbots, Blockchain und Artificial Intelligence. Nie war das Spektrum innovativer technologischer Einsatzmöglichkeiten breiter, entscheidend ist aber weiterhin die Realisierbarkeit und die Rentabilität.

Das Who is Who der heimischen und internationalen Handelsbranche trifft sich am 8. November beim TECH DAY 2018 des Handelsverbands im Wiener ThirtyFive, um das Neueste rund um technologiegetriebene Zukunftstrends zu erfahren. Das Line Up: Infrastrukturminister Norbert Hofer, Business Angel Hansi Hansmann, Utho Creusen (ehem. Vorstand OBI und MediaMarkt Saturn), Roland Toch (Managing Director, Wirecard), uvm.

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 4/2018

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