Schweiz: Bahn-Spitzenwert im alpenquerenden Güterverkehr

Der Anteil der Bahn am gesamten Gütertransport durch die Schweizer Alpen hat im letzten Jahr mit 74,9 Prozent den höchsten Wert seit 30 Jahren erreicht.

Das sei auf die Fertigstellung der NEAT mit dem Ceneri-Basistunnel, die Inbetriebnahme des Vier-Meter-Korridors auf der Gotthard-Achse sowie weitere Maßnahmen zugunsten der Verlagerungspolitik zurückzuführen, berichtet das Bundesamt für Verkehr (BAV).

Auf der Schiene sind 2021 insgesamt 28,4 Mio. Tonnen transportiert worden. Die Bahn hat sich damit vom Einbruch im Vorjahr erholt, der auf die Corona-Pandemie und die dadurch ausgelöste sinkende Nachfrage zurückzuführen war.

Besonders stark zugelegt hat der Transport auf der Gotthard-Achse (+17,3 %). Dies dank dem Ceneri-Basistunnel sowie der Inbetriebnahme des 4-Meter-Korridors. Auch auf der Lötschberg-Simplon-Achse haben die Schienentransporte zugenommen (+7,2 %), auch wenn dort baustellenbedingt weniger Güter geführt werden konnten.

Im unbegleiteten kombinierten Verkehr konnten Behälter mit vier Metern Eckhöhe bis vor kurzem nur auf der Lötschberg-Simplon-Achse verkehren. Inzwischen ist dies auch auf der Gotthard-Achse möglich. Dank der durchgehenden Flachbahn können dort nun auch längere und schwerere Züge fahren. Die Nachfrage hat im ersten Betriebsjahr entsprechend stark zugenommen.

Im letzten Jahr haben rund 860.000 Lastwagen die Alpen durchquert. Das sind etwa 3.000 weniger als 2020 (-0,23 Prozent). Bei der Einführung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe 2001 waren es 1,4 Millionen schwere Güterfahrzeuge. Der Rückgang beträgt seither rund 40 Prozent. Das gesetzliche Verlagerungsziel von 650.000 Fahrten wird allerdings trotz der Fortschritte weiterhin verfehlt, zeigen die neuen BAV-Zahlen.

bav.admin.ch

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