|

Greenpeace-Befragung: Spar verbannt Glyphosat aus Eigenmarken

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat bei den österreichischen Supermärkten nachgefragt, ob sie das Pflanzengift Glyphosat in ihrer Lieferkette verbieten werden. Die Handelskette Spar verbannt den gesundheitlich bedenklichen Unkrautvernichter aus seinen Eigenmarken. Sutterlütty und MPreis planen ebenfalls, den Einsatz von Glyphosat zu verringern.

Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich: „Beim Thema Glyphosat ist das Unternehmen Spar derzeit Vorreiter unter den österreichischen Supermärkten. Bei den Eigenmarken von Spar können die Konsumentinnen und Konsumenten in Zukunft darauf setzen, dass die Lebensmittel frei von Glyphosat sind.“ Auch die Supermarktketten Sutterlüty und MPreis wollen Glyphosat zumindest aus Teilen der Produktion entfernen und sind bereits in Gesprächen mit den jeweiligen Zulieferern. MPreis will in Zukunft bei regionalem Obst- und Gemüse auf das Pflanzengift verzichten. Auch Sutterlüty berät sich derzeit mit seinen regionalen Partnerbetrieben. Greenpeace wird die weitere Entwicklung genau beobachten.

Die anderen großen Lebensmitteleinzelhändler – die Rewe Group (Billa, Merkur, Penny), Hofer, Lidl und Unimarkt – sind bislang nicht bereit auf Glyphosat in der Lieferkette zu verzichten. „Es ist sehr bedauerlich, dass Rewe, Hofer, Lidl und Unimarkt nicht gemeinsam mit uns für eine Zukunft ohne Glyphosat eintreten wollen. Die Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich wünschen sich Produkte ohne Glyphosat-Rückstände“, so Theissing-Matei.

Greenpeace fordert von diesen Supermärkten ein klares Bekenntnis gegen den umstrittenen Unkrautvernichter. „Die österreichischen Supermärkte müssen ihren Beitrag für eine glyphosatfrei österreichische Zukunft leisten“, so Theissing-Matei. Unerlässlich sei im Rahmen eines Glyphosat-Ausstiegs jedenfalls, dass Bäuerinnen und Bauern in Österreich beim Umstieg auf umweltfreundliche Methoden unterstützt werden. „Nur gemeinsam kann uns die Wende hin zu einer gesunden und umweltfreundlichen Lebensmittelproduktion gelingen“, sagt Theissing-Matei.

Die Antworten der Unternehmen im Wortlaut finden Sie hier:
http://bit.ly/2BFnHpM

Ähnliche Beiträge