Arzneimittel-Radar des Vollgroßhandels: Änderung in der Nachfrage von Medikamenten

In einigen Therapiegebieten noch eine erhöhte Nachfrage. In Antibiotika und Psychopharmaka-Bereich starke Rückgänge. Masken der höchsten Schutzklasse aktuell nicht auf Lager.

Der wöchentlichen Arzneimittel-Radar der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler zeigt, wie der Arzneimittelbedarf der ÖsterreicherInnen sich in der Corona-Krise aktuell entwickelt. Am stärksten abgenommen hat die Verschreibung von Antibiotika sowie Psychopharmaka. Konkret um 35 Prozent weniger Antibiotika wurden im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres in den Apotheken nachgefragt. „Die Menschen gehen derzeit weniger zum Arzt. Damit ist der Rückgang in diesen Therapieklassen zu erklären“, erläutert der Präsident des Verbandes der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler PHAGO, Andreas Windischbauer, die aktuelle Medikamenten-Entwicklung.

Bei der Analyse der verordnungsstärksten therapeutischen Arzneimittel-Gruppen fällt auch auf, dass die Versorgung mit Schmerzmedikamenten konstant hoch bleibt. „Hier stellen wir eine gewisse Bevorratung der Haushalte fest“, beobachtet der PHAGO-Präsident.

Aktuell schwierig gestaltet sich das Importieren von Masken bei den höchsten Schutzklassen (FFP 2 und 3). Aktuell sind keine Masken der höchsten Schutzklasse auf Lager. PHAGO hofft daher auf das Eintreffen der bestellten Lieferungen in den nächsten Tagen. Hier der genaue Überblick über die verordnungsstärksten therapeutischen Arzneimittel-Gruppen (Zeitraum 26.3. bis 1.4. im Vergleich zum Vorjahr).

Über PHAGO:
PHAGO ist eine freiwillige Interessenvertretung des österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhandels. Dessen wichtigste Aufgabe ist die Sicherstellung der Arzneimittelversorgung für Österreich.
Als Rückgrat der Arzneimittelversorgung kümmert sich der Großhandel daher um die Planung, Abwicklung und Auslieferung von 20 Millionen Arzneimitteln, die jedes Monat von der Industrie in die Apotheke gebracht werden müssen. Um besonders in der Krise schnell reagieren zu können, beobachten die PHAGO-Großhändler genau, wie sich die Lagerstände in ihren 23 Standorten in ganz Österreich entwickeln.

Rückfragen & Kontakt:
Für PHAGO:
Mag. Britta Blumencron
Britta Blumencron Gesundheitskommunikation
Tel. + 69910112223
britta@blumencron.at

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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