Bahnlogistik durch Europa für die neuen ICE L

Damit neue Fernverkehrszüge dorthin gelangen, wo sie getestet und zugelassen werden, sind Transporte per Güterzug erforderlich. Denn ohne Zulassung dürfen sie nicht selbst den Weg auf sich nehmen.

So auch die ersten neuen Fernverkehrszüge des spanischen Eisenbahnherstellers Talgo. Produziert wurden diese für die Deutsche Bahn. Kürzlich machten sie sich auf den Weg zu unterschiedlichen Zielen in Europa, wo sie jetzt getestet und zugelassen werden. Ende nächsten Jahres sollen die ersten Züge ihren Dienst im Personenverkehr aufnehmen.

Der Transport der Fahrzeuge von den spanischen Werken nach Mitteleuropa ist ein Novum, da er durchgehend auf der Schiene erfolgt. Da in Spanien eine andere Spurweite vorherrscht, werden die Züge bis zur französischen Grenze auf sogenannten Hilfsdrehgestellen transportiert, dann über eine eigens entworfene Rampe auf die UIC-Spurweite umgesetzt, bevor sie dann weiter bis zu den endgültigen Zielorten auf der UIC-Normalspur geschleppt werden.

Einzelne Loks werden mit Spezial-Lkw vorgeholt und mittels Kran auf die Normalspur in Figueras nahe der französischen Grenze gesetzt. Wie bei den ICE L-Wagen, die ebenfalls noch keine Zulassung haben, muss die Lok anschließend in einem Güterzugverband gezogen werden.

Die Gesamtprojektverantwortung liegt bei Global Project & Industry Solutions (GPIS) von DB Schenker in Spanien. DB Cargo Full Load Solutions agiert hierbei als Bahnlogistikpartner. Die ersten Transporte wurden bereits erfolgreich durchgeführt und an die Zulassungspartner übergeben.

www.dbcargo.com

Quelle: OEVZ

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