Bundesweite Onlineshopping-Studie: bereits die Hälfte der Österreicher verfügt über Amazon Prime-Abo

#RethinkRetail-Umfrage zeigt: 85% der Österreicher haben 2019 beim Platzhirsch eingekauft, jeder Fünfte bei Wish. Große Mehrheit für 2-Faktor-Authentifizierung im eCommerce.

Österreicherinnen und Österreicher kaufen on- und offline ein. Doch was denken sie über den heimischen Handel und internationale eCommerce-Marktplätze wie Amazon oder Alibaba? Was halten sie von Voice Commerce oder der neuen EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2)? Der Handelsverband und Mindtake Research haben bei mehr als 1.000 Konsumenten nachgefragt.

Amazon meistgenutzte Plattform zum Einkaufen im Netz, Shöpping auf Platz 7.
Was Onlineshopping betrifft, hat der weltgrößte Onlinehändler Amazon auch in Österreich die Nase vorne – und zwar mit großem Abstand. 85% der heimischen Konsumenten haben im Vorjahr auf dem Amazon Marketplace eingekauft, Rang 2 belegt Zalando mit 24% vor dem kalifornischen Billiganbieter Wish mit beachtlichen 21%. Auf den Plätzen folgen Ebay (18%), Otto (12%), das chinesische AliExpress von Alibaba (9%) sowie die österreichische Plattform Shöpping (5%).

Lock-in Effekte: Hälfte der österreichischen Konsumenten sperrt Mitbewerb im eCommerce aus.
Hinzu kommt, dass bereits 46% der österreichischen Haushalte ein Amazon Prime-Abo haben, weitere 8% planen noch heuer eine solche Mitgliedschaft abzuschließen.

„Der eCommerce entwickelt sich zu einem Spielfeld, das große Gewinner außerhalb unserer Volkswirtschaft kürt. 85% haben im letzten Jahr beim Platzhirsch gekauft und bereits die Hälfte der österreichischen Haushalte hat ein Amazon Prime Kaufabo, wodurch diese Konsumenten für den Mitbewerb im eCommerce kaum noch erreichbar sind. Der Trend setzt sich auch heuer fort. Daher bietet der Handelsverband KMU-Händlern unbürokratische Unterstützung, um die digitalen Chancen besser zu nutzen“ sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

KMU RETAIL: die größte Händler-Community des Landes.
Umso wichtiger sind neue Initiativen, die heimische Webshops unterstützen. Der Handelsverband bietet etwa mit KMU RETAIL exklusiv für kleine und mittelständische Handelsunternehmen eine kostenfreie und flexible Mitgliedschaft an, um den Knowhow-Transfer im digitalen Handel zu verbessern und leicht zugänglich zu machen. Mittlerweile ist KMU RETAIL die größte Händler-Community in Österreich. Das praxisnahe Ökosystem agiert ohne Förderungen und auf freiwilliger Basis.

Voice Commerce wartet weiterhin auf den Durchbruch im Retail.
Auf sich warten lässt hingegen der seit Jahren angekündigte Siegeszug von Voice Commerce im Einzelhandel. Während 450.000 Österreicher ihre höchstpersönlichen Daten durch die smarten Assistenten im eigenen Wohnzimmer preisgeben, reichern sich die Datenspeicher über das Konsumentenverhalten vor dem Kauf an. Tatsächlich kaufen weniger als 2% der heimischen Verbraucher regelmäßig über Alexa und Co ein, knappe 3% nur gelegentlich. 8 von 10 Österreichern haben aber auch auf absehbare Zeit nicht vor, sich überhaupt einen smarten Lautsprecher zuzulegen. Damit ist Voice Commerce im Retail aktuell mehr Hype als Realität“, so Will.

Wesentlich stärker verbreitet sind hierzulande AdBlocker. 43% der Österreicher haben diese Werbefilter auf ihrem PC oder Laptop installiert und bereiten damit der Werbewirtschaft Kopfzerbrechen.

Social Media als Inspirationsquelle.
Welche Social Media Plattformen verleiten Frau und Herr Österreicher am häufigsten zu einem Produktkauf? Hier haben die altbekannten Platzhirsche die Nase vorn.

Die Top 5 sind:

  • Facebook (17%)
  • YouTube (11%)
  • Instagram (8%)
  • WhatsApp (7%)
  • Pinterest (4%)

Österreicher befürworten 2-Faktor-Authentifizierung.
Wie sieht es mit der neuen EU-Zahlungsdiensterichtlinie aus? Überraschenderweise finden drei Viertel der Befragten die darin vorgesehene 2-Faktor-Authentifizierung (= den Identitätsnachweis mittels Kombination zweier unterschiedlicher Komponenten) für Webshops positiv, weil dadurch die Sicherheit beim Onlineshopping erhöht wird. Lediglich 25% befürchten einen komplizierteren Bestellvorgang.

eCommerce-Gütezeichen für mehr Sicherheit im Onlinehandel.
Mehr als zwei Drittel der Österreicher (67%) achten beim Einkauf im Internet auf entsprechende eCommerce-Gütesiegel, rund die Hälfte der Verbraucher kennt auch zumindest ein Gütezeichen namentlich – etwa das „Trustmark Austria“ des Handelsverbandes oder das „Österreichische E-Commerce-Gütezeichen“.

„Die Studie zeigt deutlich, dass eCommerce-Gütezeichen ein sehr effektives Werkzeug sind, um das Vertrauen der Konsumenten in den Onlinehandel zu stärken. Das Trustmark Austria des Handelsverbands steht für Sicherheit und stellt für Konsumenten eine wichtige Orientierungshilfe dar, um auf einen Blick vertrauenswürdige Anbieter erkennen zu können. Gerade auch beim grenzüberschreitenden Onlineshopping kommt dem eine entscheidende Rolle zu“, erklärt Rainer Will.

Tipp: Österreichische Webshops, die das Trustmark Austria Gütezeichen erhalten, dürfen gleichzeitig das europaweit bekannte Gütezeichen „Ecommerce Europe Trustmark“ tragen, das für sicheres grenzüberschreitendes Onlineshopping in Europa steht.

Weitere Informationen zur #RethinkRetail-Studie

Rückfragen & Kontakt:
Handelsverband
Mag. Gerald Kuehberger, MA
Communications Manager
Tel.: +43 (1) 406 22 36 – 77
gerald.kuehberger@handelsverband.at
www.handelsverband.at

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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