Corona: Zusatzkollektivvertrag für Pharma-Großhandel, um Impfversorgung sicher zu stellen

Auf Grund der Coronapandemie entstehen laufend Probleme in der Lieferkette von Arzneimitteln und Impfstoffen. Daher haben sich die Gewerkschaft GPA und die Wirtschaftskammer Österreich auf einen Zusatz-Kollektivvertrag geeinigt, der Arbeiten an Wochenenden und Feiertagen unter klaren Rahmenbedingungen regelt. Betroffen sind Arbeiten im Zusammenhang mit der An- und Auslieferung von Impfstoffen und für Tätigkeiten, die für eine ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung der Bevölkerung unerlässlich sind. ++++

An Samstagen gebührt für die Zeit von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr ein Zuschlag für die Normalarbeitszeit von 50 %. Die Normalarbeitszeit endet um 18:00 Uhr. Für Überstunden zwischen 18:00 Uhr und 06:00 Uhr sowie an Sonntagen gebührt ein Zuschlag von 100 %.

Für Überstunden an Feiertagen gebührt ebenso ein Zuschlag von 100 %. Zusätzlich erhalten die Angestellten für die Arbeitsleistung an Feiertagen Freizeit im selben Ausmaß, mindestens jedoch 4 Stunden, die innerhalb von 3 Monaten zu verbrauchen ist.

Der Kollektivvertrag gilt rückwirkend ab 1. April 2021 und ist bis 31.12.2021 befristet. Sollte ein Verlängerung der Geltungsdauer notwendig sein, werden die Sozialpartner zeitgerecht Gespräche aufnehmen.

„Um die negativen Folgen der Pandemie zu bewältigen, vollbringen viele Beschäftigtengruppen außergewöhnliche Leistungen für die Gesellschaft. Wichtig ist, dass diese zusätzlichen Leistungen unter klar definierten und kollektivvertraglich abgesicherten Rahmenbedingungen stattfinden können“, so der Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft GPA, Karl Dürtscher.

Ende März hatte Arbeitsminister Kocher die Arbeitszeitregelungen für Personal im Impfprogramm, zu dem auch Beschäftigte in der Impfstofflieferung zählen, per Erlass aufgehoben, ohne jedoch die Sozialpartner dabei einzubeziehen.

Rückfragen & Kontakt:
Gewerkschaft GPA – Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: martin.panholzer@gpa.at

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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