Donauschifffahrt: Krise war Gamechanger, Nachhaltigkeit und Digitalisierung nun im Fokus

Wohl nirgendwo lagen Licht und Schatten während der Pandemie so nah beieinander wie auf der Wasserstraße. Während Tourismusfahrten auf der Donau in der Hochphase der Pandemie fast vollständig zum Erliegen gekommen waren, konnte die Güterschifffahrt mit stabilem Warenverkehr ausgeprägte Resilienz-Qualitäten und so die große Bedeutung der Wasserstraße als essentielle Versorgungsader auch in Krisenzeiten beweisen. Die digitale Konferenz „Danube Business Talks 2021“ blickte nun zurück – aber noch wichtiger – in die Zukunft der Donauschifffahrt.

Der für die Schifffahrt zuständige Staatssekretär (BMK) Magnus Brunner zu den Auswirkungen der Krise: „Über den Transportweg der Donau konnten wichtige Versorgungsketten aufrecht gehalten werden, vor allem im Bereich von Agrar- und Industrieprodukten. Mein besonderer Dank gilt all jenen, die mit ihrer täglichen Arbeit und Mühe dazu beigetragen haben.“

Emissionsarme Schiffsflotten und Nachhaltigkeit im Bereich der Stromversorgung stehen aktuell auf der Agenda, so Brunner weiter: „Nun gilt es die Herausforderungen der Klimakrise bestmöglich auch im Bereich der Binnenschifffahrt zu meistern. Es braucht die Anstrengung aller Stakeholder um gemeinschaftlich die Weichen Richtung Ökologisierung der Schifffahrt zu stellen. Gemeinsam mit viadonau ist es daher eines der wichtigsten Ziele durch neue Förderprogramme emissionsarme und energieeffiziente Schiffstechnik zu etablieren.“

viadonau Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler betont die Anstrengungen zur Aufrechterhaltung der Wasserstraße Donau: „Von Krisenbeginn an war klar: Unsere Services für die Nutzer der Donau müssen auch weiterhin funktionieren. Und das haben sie auch – ein Erfolg, den wir gemeinsam mit Politik, Behörden und Partnern geschafft haben.“ Doch die nächsten Aufgaben warten schon. Sowohl auf behördlicher Ebene müssen Vereinfachungen im Bereich der Grenzübertritte weiter vorangetrieben werden, aber auch die Digitalisierung der Wasserstraße ist noch lange nicht abgeschlossen.

Mit konkreten Schritten, wie Liegestellenmodernisierung und zeitgemäße Landstromversorgung der Schifffahrt aber auch mit logistischen und technischen Innovationen zur Stärkung der Donau im multimodalen Transportnetz machen sich viadonau sowie Schifffahrts- und Wirtschaftstreibende auf den Weg in ein leistungsstarkes, wettbewerbsfähiges und nachhaltiges Morgen. Denn Vertreter*innen der Tourismusbranche gehen von steigenden Touristenzahlen und einer Normalisierung in den Saisonen 2022 und 2023 aus. Österreich punkte vor allem als sicheres Reiseland, gleichzeitig werden Donau-Reisen verstärkt vom einheimischen Markt nachgefragt.

Auch der Transportweg Donau kann maßgeblich zum Gelingen des „Green Deal“ der Europäischen Kommission beitragen – darüber ist sich der Transportsektor einig. Mit der Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Donau lassen sich massivste Einsparungen bei CO2-Emmissionen feststellen. viadonau verfolgt diesen Weg explizit und schafft die notwendigen Rahmenbedingungen für den Gütertransport auf der Wasserstraße. Auch im Rahmen internationaler Projekte ist viadonau federführend, um Verbesserungen entlang der gesamten Donau voranzutreiben und den Infrastrukturweg Wasserstraße Donau durchgängig instand zu halten.

Rückfragen & Kontakt:
Christoph Caspar, MSc, Bakk. Phil.
Leiter Unternehmenskommunikation & Interne Services
christoph.caspar@viadonau.org
www.viadonau.org
via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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