60 Jahre Stena Line: Fähren für intermodale Logistik

Als Sten A. Olsson, der Gründer von Stena Line, 1962 eine Schifffahrtsroute zwischen seiner Heimatstadt Göteborg in Schweden und Skagen in Dänemark eröffnete, konnte er bereits auf 20 Jahre Erfahrung als Unternehmer zurückblicken – als Schrotthändler. Wo andere lediglich Abfall sahen, sah Sten A. Olsson Möglichkeiten. Damit schuf er die Basis für eine der ikonischsten Marken Schwedens: Stena.

Die Entstehung der Marke manifestierte sich auch in der frühen Umbenennung seiner ersten Fährroute von der Skagenlinjen zur Stenalinjen. Auf dem internationalen Parkett wurde die Firma bald als Stena Line präsentiert – denn nur auf den skandinavischen Märkten aktiv zu sein war schnell nicht mehr ausreichend für die Ambitionen von Sten A. Olsson und seiner Familie.

Mit 18 Routen und 38 Schiffen, einem europaweiten Routennnetz von Irland bis Lettland, in dem sechs Millionen Passagiere und mehreren Millionen Frachteinheiten pro Jahr transportiert werden, ist Stena Line heute eins der weltweit führenden Fährunternehmen. Der erfolgreiche Kurs der Reederei fußt dabei schon seit jeher auf drei Prinzipien: dem Anspruch, weiter zu wachsen, der Fähigkeit, sich an wandelnde Gegebenheiten anzupassen, und nicht zuletzt der Neugier, die die Grundlage für stetigen Wandel und Innovationsdrang ist.

1967 eröffente Stena Line die Route Göteborg-Kiel. Damit gab es erstmals eine Fährlinie und einen direkten Weg von Westschweden nach Zentraleuropa. In den 80er und 90er Jahren konnte Stena Line, nun unter Führung von Stens Sohn, Dan Sten, durch strategische Zukäufe und Übernahmen die ersten Routen zwischen den Niederlanden und Großbritannien, und von dort weiter nach Irland erwerben. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs schließlich erschloss Stena Line mit der Route von Karlskrona nach Gdynia in Polen 1995 eine ihrer dynamischsten Wachstumsregionen der vergangenen Jahre.

„Sten A. Olsson war ein echter Visionär. Sein Ehrgeiz, sein Durchhaltevermögen und sein Unternehmergeist sind Teil der Stena Line-DNA. In den sechs Jahrzehnten seit unserer Gründung sind wir stetig dabei, Bestehendes zu hinterfragen und Neues zu entwickeln. Mit Spannung und einer positiven Erwartungshaltung blicken wir daher heute in die Zukunft, sehen weitere Wachstumsmöglichkeiten und arbeiten hart an nachhaltigen Innovationen“, sagt Niclas Mårtensson, CEO Stena Line.

Die große Herausforderung der Zukunft besteht für Stena Line in der grünen Transformation, aufbauend auf Projekten wie den effizienten E-Flexer-Fähren, der Methanolfähre „Stena Germanica“ und der Elektrifizierung des Fährverkehrs. Das Motto der Reederei, das auf den Schiffen weithin lesbar ist, ist dabei Anspruch und Zieldefinition gleichermaßen: Connecting Europe for a Sustainable Future.

Stena Line hat aktuell 5.100 Mitarbeitende und einem Jahresumsatz von 1,4 Mrd. Euro. In Deutschland operiert das schwedische Unternehmen von drei Häfen und zwei Standorten aus, dem Hauptsitz der Stena Line GmbH & Co. KG in Hamburg sowie dem Büro in Rostock.

www.StenaLine.de

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