„Green Postal Day“: Postunternehmen weltweit werden immer umweltfreundlicher

Anlässlich des heute begangenen „Green Postal Day“ haben die in der „International Post Corporation“ (IPC) organisierten Postunternehmen ihre Fortschritte beim Klimaschutz veröffentlicht. Als wichtige Akteure im Transport- und Logistiksektor haben die Postgesellschaften erhebliche Investitionen getätigt, um ihre Flotten zu erneuern und immer mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben einzusetzen.

Zwischen 2012 und 2022 haben die Unternehmen den Anteil dieser umweltfreundlicheren Fahrzeuge mehr als verdoppelt, nämlich von 12 auf 26 Prozent. Bei der Deutschen Post liegt allein der Anteil von E-Fahrzeugen an der deutschen Zustellflotte sogar deutlich höher, nämlich bei 41 Prozent. Darüber hinaus stammten im Jahr 2022 38 Prozent des Stroms, den die Postunternehmen für ihre Einrichtungen verbrauchten, aus erneuerbaren Quellen. In Deutschland liegt dieser Wert bei 97 Prozent. 

Tobias Meyer, Vorstandsvorsitzender der DHL Group, sagt: „Der ‘Green Postal Day’ zeigt eindrucksvoll, wie verantwortungsvoll eine Branche weltweit zusammenarbeiten kann, um Treibhausgasemissionen zu senken. Gerade der Paketdienst ist ein wesentlicher Motor des Welthandels, des Wirtschaftswachstums und des individuellen Wohlstands, hat aber auch große Auswirkungen auf die Umwelt. Deshalb bleibt es unser gemeinsames Ziel den Brief- und Paketdienst, unsere Fahrzeugflotten, die Infrastruktur und auch die internationale Luftfracht noch nachhaltiger zu gestalten. Allerdings müssen die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich die Postunternehmen bewegen, auch weitere Investitionen in die Nachhaltigkeit ermöglichen.”

Während die E-Mobilität immer mehr an Bedeutung auf der sog. “letzten Meile” gewinnt, bleibt die Dekarbonisierung des Langstreckenverkehrs international herausfordernd. Noch sind elektrifizierte Lkw nur sehr begrenzt verfügbar und zudem noch sehr teuer. Auch die Hochleistungsladetechnik befindet sich noch in der Entwicklung und Standardisierung. Wasserstoff entwickelt sich nur langsam zu einer brauchbaren Kraftstoffalternative. Postunternehmen weltweit machen sich daher für eine beschleunigte Einführung von alternativen Kraftstoffoptionen und Lademöglichkeiten stark, um die Entwicklung praktikabler emissionsarmer Transportalternativen im Fernverkehr zu unterstützen. Zudem setzen sie auf weitere Innovationen bei nachhaltigen Kraftstoffoptionen für die Luftfracht.

Klimaschutz bei Deutsche Post und DHL in Deutschland

In Deutschland setzen Deutsche Post und DHL bereits 13 E-Lkw und bundesweit 110 Biogas-Lkw im Regionalverkehr ein. Bis Ende 2023 werden es rund 350 dieser Lkw sein. Hinzu kommen mittlerweile mehr als 25.000 Elektrotransporter für die Zustellung von Briefen und Paketen. Damit betreibt das Unternehmen die mit Abstand größte Flotte mit alternativen Antrieben im Straßenverkehr in Deutschland.

Im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsprogramms investierten Deutsche Post und DHL in allein im Jahr 2022 etwa 700 Millionen Euro in Elektromobilität und grüne Infrastruktur – weit mehr als der Rest der Brief- und Paketbranche in Deutschland. Investiert wurde nicht nur in den Fuhrpark, sondern auch in den Umbau und Neubau von CO2-freien Zustellstützpunkten mit Photovoltaik, Wärmepumpen und Gebäudeautomation.

Über den Green Postal Day

Der Green Postal Day wurde 2019 von den CEOs der Postunternehmen ins Leben gerufen, die am IPC Sustainability Measurement and Management System (SMMS) Programm teilnehmen. Ziel dieser gemeinsamen Kampagne ist es, die Umwelt- und Geschäftsvorteile hervorzuheben, die die Postbranche durch die Zusammenarbeit als Sektor in den letzten zehn Jahren zur Reduzierung der CO2-Emissionen erzielt hat. 22 Postunternehmen weltweit sind Teil dieser Initiative – von Australia Post über DHL Group bis United States Postal Service. In diesem Jahr fällt der Green Postal Day mit dem „Global Zero Emissions Day“ zusammen.

Weitere Informationen zum Green Postal Day: https://www.ipc.be/greenpostalday 

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