Günther Helm hat sich für Müller entschieden und wird Herr von vier Milliarden Euro Umsatz sowie über 800 Müller-Filialen und rund 34.000 Mitarbeiter

Die Vermutung, dass Günther Helm, bis vor kurzem Chef des Lebensmitteldiskonters Hofer, der neue Boss der deutschen Drogeriemarktkette Müller wird, gibt es schon seit November 2018. Kommentiert haben das Gerücht beide Seiten bislang nicht. Nun bestätigt Helm, der immer von mehreren Angeboten sprach, erstmals gegenüber dem Wirtschaftsmagazin trend: „Ja, ich habe mich für Müller entschieden und werde dort den Generationswechsel vollziehen.“

Der 40-jährige, der in Linz wohnt, folgt ab 1. Juni dem Konzerngründer Erwin Müller, der mit 86 Jahren immer noch als Alleingeschäftsführer agiert. Müller hat erst vor wenigen Monaten zwei Stiftungen in Linz und Graz gegründet, deren Aufgabe es ist, sein Lebenswerk zu erhalten. Der einzige Sohn wurde ausbezahlt. Günther Helm wird Herr über gut vier Milliarden Euro Umsatz, über 800 Müller-Filialen und rund 34.000 Mitarbeiter.

Helm hat eine mehrwöchige Auszeit in den USA hinter sich und nun noch weitere drei Monate, um sich auf die anspruchsvolle Aufgabe vorzubereiten. Bis dato warfen Müller-Manager oft nach kurzer Zeit wieder das Handtuch oder wurden gefeuert, weil Patriarch Müller jedes Detail selbst unter Kontrolle haben wollte. „Er wird sich nun fast vollständig zurückziehen und sich nur noch um ein paar kleinere Bereiche kümmern“, sagt Helm zum trend. Beide Herren besuchen heute gemeinsam den Opernball – in der Loge von Raiffeisen-Oberösterreich-Boss Heinrich Schaller.

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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