Schweizer Kombi-Operateur Hupac spürte im Jahr 2012 die Folgen der Wirtschaftskrise in Italien und reagiert auf die volatilen Märkte
Der Schweizer Kombi-Operateur Hupac musste im Jahr 2012 kleinere Brötchen backen. Die insgesamt 646.214 Straßensendungen auf der Schiene bedeuteten einen Verkehrsrückgang von 10,7 Prozent. Gründe dafür waren die gesunkene Nachfrage in Folge der schwachen Konjunktur insbesondere in Italien, dem wichtigsten Empfängermarkt des Unternehmens, sowie der gestiegene Wettbewerbsdruck der Strasse. Die zahlreichen Unterbrüche auf der Gotthardstrecke belasteten das Ergebnis zusätzlich.
Im transalpinen Verkehr via Österreich konnte Hupac ein kleines Wachstum von 0,7 Prozent auf 53.425 Straßensendungen verbuchen. „Möglich machte dies der leistungsfähige Korridor, der den Transport der modernen, hochvolumigen Sattelauflieger mit 4 Metern Eckhöhe zulässt“, heißt es in einer Presseinformation. Rückgängig entwickelte sich hingegen der nicht-transalpine Verkehr mit einem Minus von 9,9 Prozent. Auf den Verkehrsachsen Benelux-Österreich/Ungarn/Rumänien, Benelux-Polen/Russland und Belgien-Frankreich/Spanien stehen moderate Rückgänge zu Buche.
Hupac hat sich laut eigenen Angaben frühzeitig auf die nachlassende Konjunktur vorbereitet. Marktseitig wurde das Angebot durch eine moderate Reduzierung der Zugsumläufe auf einzelnen Strecken gestrafft. Einige unrentable Verkehre in Randbereichen wurden suspendiert. Auf der Kostenseite reduzierte Hupac ihre Wagenflotte und passte die Terminalkapazitäten an. „Volatile Märkte sind die neue Normalität“, stellt Hupac Direktor Bernhard Kunz fest.
Hupac mit Hauptsitz in Chiasso ist das führende Unternehmen im kombinierten Verkehr durch die Schweiz und gehört zu den Marktleadern in Europa. Mit rund 400 Mitarbeitern betreibt Hupac ein Netzwerk mit täglich 110 Zügen zwischen den großen europäischen Wirtschaftsräumen sowie zwischen den Häfen und dem Hinterland. Insgesamt sind 100 Aktionäre an der Gesellschaft beteiligt.
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