Logistikflächen in Wien sind ein rares Gut

Der Bestand an Logistik-, Produktions- und  Industrieflächen in Wien und Umgebung beträgt 5.383.290 m². Davon sind 47 Prozent Logistik- und 53 Prozent Produktions- und Industrieflächen. Der Flächenumsatz im ersten Halbjahr 2019 beträgt 27.450 m². Diese Zahlen gehen aus einem Bericht des Vienna Research Forum (VRF) hervor.

Das Institut analysiert den Industrie- und Logistikmarkt in Wien und Umgebung seit 2017, und veröffentlicht nun erstmals seine Zahlen der Bestandsanalyse für das erste Halbjahr 2019. Darin werden nur Logistikflächen berücksichtigt die gewisse Qualitätskriterien erfüllen, wie etwa eine Größe von mehr als 5.000 m², Hallenhöhe über 4 m,  oder eine gewisse Mindestanzahl an Docks, entsprechende Rangierfläche und Entfernung von der Autobahn, und eine bestehende Widmung als Logistik-, Produktions- oder Industriefläche. Nicht erfasst werden dadurch Objekte die für die innerstädtische Verteilung (Stichwort „City Logistik“) genutzt werden.

Die Objekte werden in geographische Submärkte unterteilt, und außerdem klassifiziert; derzeit erfüllen 46 Prozent der klassifizierten Gebäude die Logistik Klasse A Objekte, 34 Prozent sind Klasse B und 20 Prozent Klasse C, erklärt  Frank Brün, Leiter des VRF Logistik und Industrie. Die größte Konzentration an Logistik-, Produktions- und Industrieflächen mit rund 40 Prozent des Bestands befindet sich in den Submärkten Wien Süd beziehungsweise in Wien Umland Süd gefolgt von Wien Nord und Wien Umland Nord mit 33 Prozent und Wien Ost und Wien Umland Ost mit 27 Prozent.

Die weißen Flecken (siehe Karte https://www.viennaresearchforum.at/download_files/vrf_logistik_submaerkte.png) im Zentrum erklären sich durch den Platzmangel für große Logistikflächen in den Innenstadtbezirken. ,,Im Wienerwald gibt es keine Logistik,“ begründet Frank Brün das Fehlen eines Submarktes „Wien West“. Bedingt durch die hügelige Topographie gibt es hier keine für die Industrie geeigneten ebenen Flächen.

Initiator des Vienna Research Forums ist der Verein zur Förderung der Qualität in der Immobilienwirtschaft (immQu) mit den Kanzleien, CBRE GmbH, Colliers International, Immobilienmakler GmbH, EHL Immobilien GmbH, ÖRAG Immobilien Vermittlung GmbH, OTTO Immobilien GmbH und Spiegelfeld International GmbH. Sie bringen anonym und unabhängig voneinander die wichtigsten Parameter wie Vermietungsleistung, Leerstände, Baufertigstellungen in die Datenbank des VRF ein. Diese werden dann im Sinne einer Vergleichbarkeit und als Unterstützung für Investoren und Unternehmen vierteljährlich veröffentlicht.

www.viennaresearchforum.at

Quelle: oevz.com

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