Migolog überzeugt mit Teamarbeit und individuellen Kundenlösungen

Seine große private Leidenschaft gilt dem Motorsport. Da hatte Michal Golebiowski großes Talent und viele Erfolge erzielt. Allerdings fehlte ihm damals das nötige „Kleingeld“ für eine weitere Karriere als Profi Ralley Fahrer. Aber er lernte viele wichtige Grundregeln, von denen er als Unternehmer in der Transport- und Logistikbranche erheblich profitiert. Sie besagen, dass Erfolg auf einer gesunden Mischung aus überdurchschnittlicher Einsatzbereitschaft, Zielstrebigkeit, Schnelligkeit, Qualitätsbewusstsein und Teamarbeit beruht.

Wer im internationalen Speditionsgewerbe etwas bewegen will, der benötigt dafür gleichgesinnte Kollegen, die als „Experten“ mit Leidenschaft die Kundenwünsche erfüllen. Aus dieser Überlegung heraus ist im Jahr 2013 die Migolog GmbH entstanden. Der operative Start der Spedition mit Firmensitz in Feistritz im Rosental erfolgte im Jahr 2014.

Seither schreibt die Firma Migolog am südösterreichischen Logistikmarkt eine Erfolgsgeschichte. Das Unternehmen ist so rasch gewachsen, dass Firmengründer und Geschäftsführer Michal Golebiowski jetzt die Strukturen und das Organisationsschema angepasst hat. Ansonsten hätte ihn das tägliche Arbeitspensum überrollt. Um das zu vermeiden, holte der gelernte Spediteur mit Mario Neuwirth einen Fachmann an Bord, der sich seit November 2019 gemeinsam mit seinem Team um die Disposition im Landverkehr kümmert. Der Neuzugang kommt von einer namhaften internationalen Spedition, bei der er laut eigenen Angaben eine schöne Zeit verbracht hat. Jetzt genießt er die Tätigkeit bei einem Unternehmen, das vom Selbstverständnis her ein toller Arbeitgeber ist und der Kundenzufriedenheit den höchsten Stellenwert beimisst.

Migolog bietet Servicekonzepte in den Bereichen Landverkehr mit Spezialisierung auf Teil- und Komplettladungen an. Warehousing gestützt auf Lagerfazilitäten mit 8.500 Palettenstellplätzen im Bären Industriepark in Feistritz im Rosental und Containertrucking für Seefrachten ergänzen das Leistungsspektrum. In der zuletzt genannten Sparte kommt das mit einem Reachstacker bediente Containerterminal mit einer Jahreskapazität von 3.000 TEU und Depotflächen für bis zu 160 TEU in St. Jakob im Rosental ins Spiel. Sie wird belebt durch ein straffes Rundlaufkonzept, das im ausgehenden Verkehr aus Südösterreich von den kontinuierlich steigenden Versandmengen der Kärntner Holzindustrie profitiert.

In der Lagerlogistik liegt der Spezialität der Migolog GmbH einerseits im Warehousing von Produkten „Made in Austria“, die in der Logistikanlage im Bären Industriepark auf ihren Abruf warten. Sobald dieser Fall eintritt, werden sie kommissioniert, verpackt, verladen und bei Bedarf nach Italien, Deutschland und in die ganze Welt versandt. Es gibt aber auch Kunden, für die das von Michal Golebiowski gemanagte Team Lebensmittel, Früchte und Konserven aus ganz Italien vorholt, in der Migolog-Zentrale zwischenlagert, auf Abruf zu Lkw-Komplettladungen zusammenstellt und diese dann termingerecht in den Logistikzentren der großen europäischen Handelsketten im In- und Ausland zustellt.

Letzteres ist ein Geschäft, dem viele Speditionen mit Respekt begegnen. Ihre Verantwortlichen begründen das mit den stetig steigenden Anforderungen der Handelskonzerne. Sie finden ihren Niederschlag in immer enger getakteten Zeitfenstern für die Anlieferung mit Pönalen bei Verspätungen. Und selbst wenn die Lkw-Züge pünktlich am Zielort eintreffen, können stundenlange Wartezeiten auftreten. Das behagt einer wachsenden Zahl von Logistikdienstleistern wenig. Nicht so Michal Golebiowski. Für ihn ist es naheliegend, „dass auch unsere Auftraggeber mit steigenden Kundenanforderungen kämpfen“. Dieser Druck werde dann zu einem gewissen Grad an die Lieferanten weitergegeben, worin er keine böse Absicht sondern ein zutiefst menschliches Reaktionsmuster sieht.

Umso intensiver arbeitet das Migolog-Team an der Entwicklung, Umsetzung und Betreuung von kundenindividuellen Lösungen. Damit könne man sich von den Konzernlogistikern unterscheiden, bei denen sich die Geschäftspartner in die vorhandenen Systeme einfügen müssten, ist Michal Golebiowski überzeugt. Sein Hauptaugenmerk in der Zukunft ist auf das qualitative Mitwachsen mit den Kunden gerichtet. Diesbezüglich setzt er große Erwartungen in das Qualitätsmanagementsystem ISO 9001:2015, das er mit seinem Team bis Ende 2020 erfolgreich implementieren will. Die Migolog-Zentrale im Bären Industriepark schätzt er als einen an den wichtigsten europäischen Verkehrsadern gelegenen Logistikpunkt, was der weiteren Entwicklung des Unternehmens nur förderlich sein könne.

Aus dieser wohltuend positiven Grundeinstellung heraus ist die Migolog GmbH seit dem operativen Start in 2014 zu einer internationalen Spedition mit fast 70 Mitarbeitenden und 15 Mio. Euro Jahresumsatz gewachsen. Jetzt werden – wie bereits erwähnt – die Strukturen auf weiteres Wachstum ausgerichtet. Das ist auch deshalb notwendig, weil das Unternehmen neben den 40 eigenen Lkw-Zügen etwa 30 Subfrächter-Fahrzeuge disponiert. Da kommt bei der Spezialisierung auf Teilladungsverkehre mit Fahrern, die zumindest entweder der deutschen oder der italienischen Sprache mächtig sind, einiges zusammen. Noch dazu weil die Fahrzeugflotte mit 40 Planenfahrzeugen, 15 Thermoaufliegern, fünf Schubbodentrailern, sechs Containerchassis und einigen anderen Einheiten bewusst breit aufgestellt ist. Aber das ist eine Herausforderung, für deren Lösung man mit Mario Neuwirth einen absoluten Experten engagiert hat.

JOACHIM HORVATH

Quelle: oevz.com

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